© Umweltcampus Birkenfeld

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Profilbildung in der Forschung

Mit einer Profilschärfung wird die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen gestärkt. Dazu dient vor allem die Forschungsinitiative des Landes Rheinland-Pfalz, mit der das WISSENSCHAFTSMINISTERIUM seine Forschungsförderung auf die profilgebenden Bereiche der Universitäten und Fachhochschulen konzentriert. Gezielte Kooperationen zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bringen innovative Forschungsthemen voran. Daher unterstützt das WISSENSCHAFTSMINISTERIUM gezielt auch neue Formen der Zusammenarbeit, wie z. B. das Max Planck Graduate Center in Mainz, das Fraunhofer-Innovationszentrum in Kaiserslautern, das Fraunhofer-Anwendungszentrum in Remagen sowie den Mainzer WissenschaftsCampus Byzanz.

Profilbildungsstrategie der Hochschulen

Die Profilbildungsstrategie hat die Hochschule als Ganze im Blick. Der Auf- und Ausbau eines klaren Forschungsprofils hat an den Hochschulen einen Prozess eingeleitet, der einen Entwicklungsfortschritt und Vorteile im nationalen bzw. internationalen Wettbewerb erwarten lässt. Die Profilbildungsstrategie berücksichtigt die standortspezifische Ausgangslage der Hochschule und umfasst dabei u.a. Maßnahmen zur mittel- und langfristigen Erhöhung der Drittmittel, zur gezielten administrativen Unterstützung und Vorbereitung von Forschungsanträgen und zur Vernetzung der Disziplinen (Interdisziplinarität). Die Profilbildungsstrategie berücksichtigt zudem Elemente der Internationalisierung der Forschung, der Kooperation mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft. Wesentlicher Bestandteil ist ferner die strategische Berufungsplanung und die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für ausgewählte profilbildende Bereiche.

Fachliche Komponente der Profilbildungsstrategie

Stufe I: Hochschulinternes Fördersystem

Jede Universität fördert mit Eigenmitteln und jede Fachhochschule auch mit Mitteln des WISSENSCHAFTSMINISTERIUM die Arbeitsgruppen, deren Forschungsziele dem Auf- und Ausbau des Universitäts- oder Fachhochschulprofil in besonderer Weise dienen. Diese hochschulinterne Struktur zur Forschungsförderung ist so flexibel gestaltet, dass sie sich auf Anschubfinanzierung und Unterstützung neuer Vorhaben konzentriert und auch für künftige neue interne und externe Entwicklungen offen ist.

Stufe II: Forschungsschwerpunkte

Durch das WISSENSCHAFTSMINISTERIUM werden an den Hochschulen gezielt Forschungsschwerpunkte gefördert, die ein besonderes Entwicklungspotential besitzen und wesentlich zur Strukturbildung der Hochschule beitragen. Sie können bereits ein deutliches Drittmittelbudget vorweisen und verfolgen die effiziente Umsetzung einer zukunftsfähigen Forschungsvision z. B. durch Pläne zur Einwerbung weiterer koordinierter Programme (z. B. der DFG).

Stufe III: Forschungszentren

Das WISSENSCHAFTSMINISTERIUM fördert an den Universitäten Forschungszentren, in denen sich exzellente international sichtbare Arbeitsgruppen auf ein Forschungsziel konzentrieren. Als Spitze der Förderkette sind je Universität wenige Forschungszentren etabliert, die beispielsweise durch die Teilnahme an bundesweiten oder europäischen Wettbewerbsverfahren identifiziert wurden. In diesen Zentren konzentrieren sich exzellente Arbeitsgruppen um ein international sichtbares Forschungsthema.

Strategiefonds

Ein Strategiefonds als zentrales Steuerungsinstrument erlaubt es der Hochschulleitung, gezielt übergeordnete Maßnahmen in den Themenfeldern Nachwuchsförderung, kooperative Promotionen, Gender und Diversity, Qualitätssicherung bei der Forschungsantragsstellung, Auf- und Ausbau von Forschungsinfrastruktur, Wissenstransfer und Internationalisierung anzustoßen, die der Profilbildung in der Forschung in besonderer Weise dienen.

Förderung an Universitäten und Hochschulen

Technische Universität Kaiserslautern

Link zur TU Kaiserslautern

Förderung im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder

  • Graduiertenschule Materials Science in Mainz (MAINZ) zusammen mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Forschungsschwerpunkte

  • Advanced Materials Engineering (AME)
  • Ambient Systems - Technologien und Anwendungen (AmSys)
  • Systeme für den Rohstoffwandel (NanoKat)
  • Complex Data Analysis in Life Science (BioComp)
  • Werkstoffverbünde im Bauwesen (HiPerCon)
  • Zentrum für Nutzfahrzeugtechnologie (ZNT)

Forschungszentren

  • Center of Mathematical an Computational Modelling (CM²)
  • Optik und Materialwissenschaften (OPTIMAS)
Universität Koblenz-Landau

Link zur Universität Koblenz-Landau

Forschungsschwerpunkte

  • Umweltwissenschaften - Land-Wasser-Interaktionen (AUfLAND)
  • Kommunikation, Medien, Politik (KoMePol)
  • Kulturelle Orientierung und normative Bindung (Kultur-Norm)
  • Bildungswissenschaften
  • Informatik
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Link zur Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Förderungen im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder

  • Exzellenzcluster Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter (PRISMA)
  • Graduiertenschule Materials Science in Mainz (MAINZ) zusammen mit der Technischen Universität Kaiserslautern

Forschungsschwerpunkte

  • Bildungs- und Hochschulforschung
  • Historische Kulturwissenschaften (HKW)
  • Medienkonvergenz
  • Rechnergestützte Forschungsmethoden in den Naturwissenschaften (RFN)
  • Sozial- und Kulturwissenschaften (SOCUM)
  • Erdsystemwissenschaften (VamOS)
  • Gene Regulation in Evolution and Development (GenRED)
  • Biomaterials, Tissues and Cells in Science (BiomaTiCS)
  • Interdisciplinary Public Policy (IPP) Forschungszentren
  • Translationale Medizin (FZI - Immunologie), Translationale Neurowissenschaften (FTN), Vakuläre Biologie und Prävention (CTVB)
  • Center for Innovative and Emerging Materials (CINEMA)

Gutenberg-Forschungskolleg (GFK)

Gutenberg-Nachwuchskolleg (GNK)

Universität Trier

Link zur Universität Trier

Forschungsschwerpunkte

  • Historische Kulturwissenschaften (HKFZ)
  • Trier Center for sustainable Systems (TriCSS)
  • Psychobiologie des Stresses

Forschungszentren

  • Forschungszentrum Europa (FZE)
  • Trier Center for Digital Humanities (TCDH)
Fachhochschule Bingen

  • Energie, Mobilität, Agrar, Umwelt und Informatik
Hochschule Kaiserslautern

  • Integrierte miniaturisierte Systeme
  • Zuverlässige software-intensive Systeme
  • Nachhaltige und ökologische Produkte und Dienstleistungen
Hochschule Koblenz

  • Hochauflösende Bildgebung und Spektroskopie für die Material- und Lebenswissenschaften
  • Bildung, Sozialpolitik und Soziale Arbeit im Kontext des demografischen Wandels
Hochschule Ludwigshafen

  • Employability-Forschung
  • Nachhaltige Unternehmensführung
  • Neuroökonomie und Konsumentenverhalten
Hochschule Mainz

  • Informationstechnik und Kommunikation
  • Material und Werkstoffe in Architektur, Bauingenieurwesen und Design
Hochschule Trier

  • Angewandtes Stoffstrommanagement
  • Intelligente Technologien für Nachhaltige Entwicklung
  • Life Sciences: Medizin-, Pharma- und Biotechnologie
Hochschule Worms

  • Interdisziplinäre unternehmensnahe Dienstleistungsforschung
    Ansprechpartner

    Dr. Frank-Dieter Kuchta
    Mittlere Bleiche 61
    55116 Mainz
    Telefon: 06131 / 16-5462
    Fax: 06131 / 1617-5462
    E-Mail: Frank-Dieter.Kuchta(at)mwwk.rlp.de