Zusätzliches Personal und neue Räume für Universität Trier

Wissenschaftsministerin Doris Ahnen und der Präsident der Universität Trier, Professor Dr. Peter Schwenkmezger, haben bei einem Treffen weitere konkrete Maßnahmen zur Lösung der zum Semesterstart aufgetretenen räumlichen und personellen Probleme an der Universität Trier vereinbart.

„Die Universitätsleitung hat mit Unterstützung des Landes rasch und effizient auf die Engpässe reagiert, die in den ersten Herbstwochen durch einen in diesem Umfang nicht vorhersehbaren Zuwachs von Studienanfängerinnen und -anfängern verursacht wurden“, sagte Doris Ahnen. Präsident Schwenkmezger habe ihr gegenüber die aktuelle Situation an der Universität Trier geschildert und um Unterstützung bei der Umsetzung weitergehender Lösungsvorschläge gebeten, so die Ministerin weiter.

Danach sollen, neben den bereits umgesetzten Maßnahmen zur Lösung räumlicher Engpässe, wie die Teilung und räumliche Verlegung von Lehrveranstaltungen und eine bessere Ausnutzung aller Kapazitäten, weitere Räume in Universitätsnähe angemietet werden und mobile Seminarräume in Form von Containern hinzukommen. Gleichzeitig würden die bereits bestehenden Pläne für ein neues Bürogebäude auf dem Campus mit rund 1250 qm Hauptnutzfläche um zwei Seminarräume erweitert und kurzfristig realisiert werden. „Eine Auslagerung von Lehrveranstaltungen oder Serviceeinrichtungen an weiter entfernte Standorte, wie etwa die Bundeswehrkaserne in Hermeskeil, ist hingegen weder sinnvoll noch kostengünstig und auch nicht zeitnah umsetzbar. Studierende und Lehrende gerade von interdisziplinär orientierten Fächern sind auf kurze Wege angewiesen“, so Wissenschaftsministerin Ahnen im Einvernehmen mit der Universitätsleitung.

Auch die finanzielle Ausstattung der Universität Trier werde sich 2009 deutlich verbessern. „Die Universität Trier erfährt sowohl aus den Hochschulpaktmitteln als auch aus dem Sondervermögen „Wissen schafft Zukunft II“ Unterstützung. Das sind allein in diesem Jahr über 2 Mio Euro und 2010 nochmals fast 2,9 Mio Euro im Rahmen des Hochschulpaktes. Weitere 200.000 Euro kommen aufgrund der hohen Studienanfängerzahlen aus den Nachsteuerungsmittel des Hochschulpaktes hinzu“, so die Ministerin. Diese Mittel könnten flexibel für Personal wie auch für Raummieten verwendet werden.

Universitätspräsident Schwenkmezger zeigte sich zuversichtlich über die angelaufenen Maßnahmen. „Vor allem die 25 zusätzlichen Stellen aus dem Sondervermögen des Landes „Wissen schafft Zukunft“, das im Dezember 2008 vom Landtag verabschiedet und am 1. Januar 2009 wirksam wurde, sind besonders hilfreich. Wir haben mit der Stellenbesetzung sofort begonnen; es wird aber etwas dauern, bis für alle Stellen qualifiziertes Personal eingestellt werden kann." Besonders erfreulich sei, dass diese Stellen kapazitätsneutral zugewiesen werden. Dies führe in etlichen Fächern zu einer Verbesserung der Betreuungsrelation. Zu den 25 Stellen gehören vier Professuren; darüber hinaus erhielt Universitätspräsident Schwenkmezger die Zusage für eine weitere W2-Professur „Didaktik der Biologie“, einem Fachbereich mit sehr hohen Studienanfängerzahlen.

„Dieses Maßnahmenpaket ist davon geprägt, dass an der Universität Trier auch bei gestiegenen Studierendenzahlen künftig Lehre und Forschung auf einem hohen Qualitätsniveau betrieben werden können“, erklärte die Ministerin.