Zum Tod des rheinland-pfälzischen Fotokünstlers Martin Blume

Mit großer Betroffenheit wurde in der rheinland-pfälzischen Kulturszene die Nachricht vom plötzlichen Tod von Martin Blume aufgenommen. „Das Land verliert einen herausragenden Fotografen, der seinen Blick auch vor den schwierigen Themen unserer deutschen Geschichte nicht verschlossen hat. Die Ausstellungsprojekte von Martin Blume, die immer wieder auch vom Land gefördert wurden, werden in Erinnerung bleiben“, sagte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher.

Martin Blume ist im Alter von 58 Jahren verstorben. Zeitlebens war er dem Land Rheinland-Pfalz, seiner Heimat, verbunden und zugleich ein überzeugter Europäer. Blume war in der Schwarz-Weiß-Fotografie zu Hause und entwickelte über die Jahre seinen ganz eigenen Blick auf die Welt. Sein fotografisches Oeuvre spannt den Bogen von idyllischen Landschaftsaufnahmen der Pfalz bis zu traurigen Orten wie dem Konzentrationslager Auschwitz oder dem Kriegsschauplatz Verdun. Seine künstlerische Überzeugung formulierte er mit den Worten: „Das Sichtbarmachen der Vision, das Begreifbarmachen der Emotion, das gelingt mir am besten mit der Fotographie.“ 

Martin Blume verband eine langjährige enge Zusammenarbeit mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Diese schlug sich in Ausstellungen nieder, wie jüngst bei „Verdun. 100 Jahre danach“ in der Koblenzer Festung Ehrenbreitstein und aktuell im Landesmuseum Mainz bei der Ausstellung „Auschwitz heute“. Die Ausstellung in Mainz ist noch bis 6. April zu sehen. Viele Bilder Blumes haben einen Platz in den Sammlungen des Landes gefunden.

„Wir verlieren mit Martin Blume einen außergewöhnlichen Künstler, der für die zeitgenössische Fotografie bedeutend war. Er lud mit seinen Bildern immer zum genauen Hinschauen und zur Zwiesprache ein. Dabei bewegte er sich auf dem schmalen Grat zwischen Ratio und tiefer emotionaler Anteilnahme. Wir werden die Gespräche, die über seine Arbeiten entstanden, sehr vermissen und sprechen seinen Angehörigen und Freunden unser tiefes Mitgefühl und Beileid aus“, so Walter Schumacher.