Zielvereinbarung: Wissens- und Innovationsstandort Trier weiterentwickeln

Die Universität Trier wird bis Ende 2016 eine Entwicklungsstrategie für den regionalen Wissenschaftsstandort in Kooperation mit den Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie weiteren Akteuren erarbeiten. Eine entsprechende Zielvereinbarung haben Wissenschaftsministerin Vera Reiß und Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel heute unterzeichnet.

Wissenschaftsministerin Vera Reiß: „Die Universität Trier arbeitet im Rahmen der Wissenschaftsallianz bereits heute in vielfältiger Weise mit regionalen Partnern – kulturellen und sozialen Einrichtungen, Wirtschaftskammern, anderen Forschungseinrichtungen, Kommunen – zusammen. Dies soll jetzt mit einer gemeinsamen Entwicklungsstrategie weiter ausgebaut werden, um das vorhandene Potenzial noch intensiver zu nutzen und die Region nachhaltig in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft weiter zu entwickeln.“ 

Die Vorteile der integrierten Entwicklungsstrategie sind: 

  • der Austausch von Wissen zwischen den beteiligten Partnern,
  • die Bildung von Forschungskooperationen zwischen Hochschulen, Kammern, Unternehmen und kommunalen Institutionen,
  • die bessere Nutzung vorhandener Kapazitäten an Hochschulen und Unternehmen, wie technische Gerätschaften für die Forschung und auch personelle Ressourcen,
  • Marketing und Darstellung der Leistungsfähigkeit von Ausbildung und Forschung des Wissens- und Innovationsstandortes Trier. 

Das Wissenschaftsministerium stellt der Universität zur Unterstützung der Erarbeitung und Umsetzung eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle dauerhaft zur Verfügung, kündigte die Wissenschaftsministerin an.

Der Präsident der Universität Trier, Prof. Dr. Michael Jäckel, betonte: „Trier ist ein bedeutender Wissenschafts- und  Wirtschaftsstandort, aber vor allem auch ein bedeutender kultureller Ort in einer historisch bedeutsamen Region. Die besonderen Vorzüge der Region müssen noch deutlicher nach innen und außen getragen werden. Die Universität möchte dabei eine prominente Rolle spielen. Geeignete Kandidaten für ein regionales Profil sind in den Netzwerken bereits diskutiert worden. Jetzt kommt es auf gute Maßnahmenpakete an. Die vom Land zur Verfügung gestellte neue Mitarbeiterstelle hilft uns sehr.“

Die Ministerin verwies auf die Vorteile einer engen, strategischen Zusammenarbeit für alle beteiligten Akteure: „Durch Kenntnis der Kompetenzen und Wünsche der Partner können Forschungskooperationen einfacher, schneller und auf einer breiteren Basis erzielt werden. Zudem wird der Austausch von Wissen und Technologien erleichtert.“ So könnten Synergieeffekte genutzt werden, beispielsweise bei aufwendigen Antragsverfahren, der Organisation von gemeinsamen Initiativen oder bei der Nutzung von Ressourcen. Außerdem werde die Sichtbarkeit des Standortes erhöht. „Studierende, Fachkräfte und andere ‚kluge Köpfe‘ werden auf die Region als Wissens- und Innovationsstandort aufmerksam“, so die Ministerin.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur fördert die Erarbeitung und Umsetzung regionaler Entwicklungsstrategien an allen vier Universitätsstandorten im Land – in Koblenz, Mainz, Trier und Kaiserslautern – mit jeweils einer dauerhaften wissenschaftlichen Mitarbeiterstelle. Entsprechende Zielvereinbarungen hat Wissenschaftsministerin Vera Reiß bereits für die Pfalz mit der Technischen Universität Kaiserslautern und für die Region Koblenz mit der Universität Koblenz-Landau unterzeichnet. Die Unterzeichnung der Zielvereinbarung für die Region Mainz erfolgt in Kürze.

Die Stärkung von Infrastrukturen und Aktivitäten für den Wissens- und Technologietransfer im Land sei erklärtes Ziel der Landesregierung, betonte die Ministerin. So wurden mit Unterstützung des Landes Transferstellen und Gründungsbüros an den Hochschulen auf- und ausgebaut und 2012 das gemeinsame „Transfernetz Rheinland-Pfalz“ etabliert.