Strukturelle Unterrichtsversorgung an berufsbildenden Schulen auf dem besten Stand

Mit einem Wert von 96,9 Prozent bei der strukturellen Unterrichtsversorgung erreichen die öffentlichen berufsbildenden Schulen (BBS) im aktuellen Schuljahr den besten Versorgungsgrad seit Einführung der amtlichen Berechnung. „Wir mussten mit der Verbesserung der Unterrichtsversorgung in den berufsbildenden Schulen große Schritte weiter vorankommen und wir haben dies geschafft“, betont Bildungsministerin Vera Reiß und ergänzt, auf Grund des sehr differenzierten Fachlehrerbedarfs sei dies eine nicht einfache Zielsetzung.

„Mit ihren breit gefächerten schulischen Angeboten, die auch zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten zu höheren Schulabschlüssen bieten, leisten die berufsbildenden Schulen einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs und zur sozialen Gerechtigkeit in unserem Land. Ich wünsche mir, dass noch mehr Eltern sich frühzeitig über das attraktive Angebot dieser Schulen informieren und die sich daraus für ihre Kinder ergebenden Möglichkeiten erkennen“, so die Ministerin weiter. Im vergangenen Schuljahr hatte die Unterrichtsversorgung in den berufsbildenden Schulen bei 95,5 Prozent gelegen.

Nach den vorläufigen Daten der Schulstatistik ist die Schülerzahl in den öffentlichen berufsbildenden Schulen zum laufenden Schuljahr erneut zurückgegangen – um rund 1.000 Schülerinnen und Schüler auf rund 112.000 Jugendliche und junge Erwachsene. Wie schon in den Vorjahren lag der Grund dafür vor allem in einem Rückgang der Schülerzahl in der (Teilzeit-)Berufsschule, die analog zur sinkenden Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge um gut 1.400 junge Menschen zurückging. Steigende Schülerzahlen verzeichneten dagegen vor allem die beruflichen Gymnasien und die Klassen des Berufsvorbereitungsjahrs (BVJ), in denen vielfach auch jugendliche Flüchtlinge aufgenommen werden. An 16 berufsbildenden Schulen im Land ist dafür ein spezielles „BVJ Sprachförderung“ eingerichtet worden.

Für das Schuljahr 2015/2016 sind an den berufsbildenden Schulen insgesamt 153 voll ausgebildete Lehrkräfte neu eingestellt worden. Zusätzlich wurden 20 Fachkräfte, die die Ausbildung zum Fachlehrer oder zur Lehrkraft für Fachpraxis absolvieren, eingestellt und wurden acht Hochschulabsolventen mit Studienabschlüssen, die als Unterrichtsfach besonders gefragt sind, als Seiteneinsteiger für den Schuldienst gewonnen. Insgesamt wird der Unterricht in den berufsbildenden Schulen von mehr als 5.800 hauptamtlichen Lehrkräften und über rund 1.450 nebenamtliche Beschäftigungsverhältnisse abgedeckt.