Rückgliederung des Staatsorchesters: „Zukunftsfähige Struktur als Ziel“

Eine mögliche Rückgliederung des Philharmonischen Staatsorchester Mainz zum 1. Januar 2019 als Bestandteil der Staatstheater Mainz GmbH soll geprüft werden. Dies teilte Kulturstaatssekretär Salvatore Barbaro heute gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Ebling sowie Markus Müller, Intendant des Staatstheater Mainz, und dem Generalmusikdirektor des Staatsorchesters, Hermann Bäumer, bei einer Pressekonferenz in Mainz mit.

„Wir wollen eine zukunftsfähige und effiziente Gesamtstruktur. Staatstheater und Staatsorchester arbeiten auf höchstem Niveau, was zahlreiche Auszeichnungen wie zuletzt mit dem Deutschen Theaterpreis „DER FAUST“ und die hohe regionale und überregionale Anerkennung belegen. Durch eine Re-Integration können administrative Hürden beseitigt und so mehr Möglichkeiten zur künstlerischen Entfaltung des Orchesters und des Theaters geschaffen werden“, erklärte Staatssekretär Barbaro.

Das Staatstheater Mainz brauche wie die gesamte Landeshauptstadt und Rheinhessen ein qualitativ hochwertiges Orchester, das weiterhin in der Lage ist, Musiktheaterproduktionen auf hohem Niveau sowie in Mainz und Umgebung ein anspruchsvolles Konzertprogramm zu gestalten. „Dies wollen wir gewährleisten“, sicherte der Kulturstaatssekretär zu.

„Mit der Wiedereingliederung des Orchesters in den Theaterbetrieb können wir eine gute, schlagkräftige Organisationsstruktur schaffen, die auch in Zukunft die künstlerischen Erfolge möglich macht“, so Barbaro.

Oberbürgermeister Michael Ebling begrüßte die Re-Integration: „Von dieser Zusammenführung profitiert die Region. Das Staatstheater Mainz wird dadurch als Leuchtturm der Kulturlandschaft in Rheinland-Pfalz und Mainz weiter gestärkt.“

„Eine Wiedereingliederung des Staatsorchesters ist aus meiner Sicht hoch erfreulich. Planungen und Absprachen werden deutlich vereinfacht. Doppelstrukturen und Verwaltungsaufwand entfallen. Wichtig ist für das Staatstheater vor einer endgültigen Entscheidung eine auskömmliche und gesicherte langfristige Finanzierung“, betonte Intendant Markus Müller. 

Hermann Bäumer, Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Staatsorchesters unterstrich: „Die ausgesprochen gute Zusammenarbeit mit Markus Müller kann durch eine Wiedereingliederung des Philharmonischen Staatsorchesters Mainz in den Theaterbetrieb in den gemeinsamen Abläufen für die Zukunft eine gefestigte Struktur bekommen. Zudem schätze ich die vom Ministerium angedachten zusätzlichen Entfaltungsmöglichkeiten für das Orchester. Um diese personell und finanziell zu gewährleisten, freue ich mich auf die kommenden Gespräche.“

„Weitere Details der Re-Integration wollen wir in gemeinsamen Gesprächen zwischen Ministerium, Stadt, Staatstheater und Staatsorchester besprechen. Diese sollen noch in diesem Jahr beginnen. Wir möchten den Dialog konstruktiv und offen führen. Hierbei werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbstverständlich beteiligt werden“, ergänzte Staatssekretär Barbaro.

Der Aufsichtsrat der Staatstheater Mainz GmbH habe in seiner jüngsten Sitzung am vorvergangenen Freitag die Überlegungen zu dieser Strukturreform begrüßt.