Ruanda-Treasure-Painting auf der “KUNST direkt” 2016

Ein Schwerpunkt auf der diesjährigen „KUNST direkt“, der Kunstmesse des Landes vom 2. bis 4. September in der Mainzer Rheingoldhalle, ist Ruanda.

Im Herbst 2015 war der Mainzer Künstler Stefan Budian im Rahmen eines dreimonatigen Projektstipendiums des Landes Rheinland-Pfalz für sieben Wochen in Kigali, der Hauptstadt Ruandas. Dieses Stipendium zwischen Ruanda und Rheinland-Pfalz soll den Künstleraustausch zwischen beiden Partnerländern ermöglichen. Dabei entstand in Zusammenarbeit mit 17 ruandischen Künstlerinnen und Künstlern eines seiner multimedialen „Schatzbilder“. In etwa 10.000 Einzelfotografien wurde der Prozess einer gemeinsamen malerischen „Jamsession“ festgehalten. Anschließend wurde ein Film montiert. In diesem Film werden die Träume und Sehnsüchte der ruandischen Künstlerinnen und Künstler erfahrbar.

 Auf der „KUNST-direkt“ zeigt Stefan Budian diesen Film und stellt das Projekt vor: Sylvie Nsangamariya und Bruce Niyonkuru, zwei der am Schatzbild beteiligten Künstlerinnen und Künstler aus Ruanda, werden ab dem 6. September 2016 für sechs Wochen als Stipendiaten des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz leben und in der Waggonfabrik arbeiten können. Die Stadt Mainz, die die Förderateliers in der Waggonfabrik vergibt, unterstützt damit ihren Aufenthalt. 

Einzelne Bildzustände des „Ruanda-Treasure-Painting“ stehen als Drucke zum Verkauf. Ein Teil der Einnahmen kommt den ruandischen Künstlerinnen und Künstlern sowie der Fortführung des Austauschprojektes zugute.

Während der KUNST-direkt findet ein Empfang des Freundschaftskreises Mainz-Kigali statt, auf dem das „Ruanda-Treasure-Painting“ und die weiteren Ziele des Projektes vorgestellt werden. Ziel ist es, diesen Künstleraustausch auf eine breitere Basis zu stellen.

Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht seit über 30 Jahren und agiert seither gemeinsam mit Menschen beider Länder auf lokaler Ebene. Der Verein Partnerschaft Rheinland-Pfalz-Ruanda mit dem Koordinationsbüro in Kigali begleitet das Ruanda-Stipendium aktiv und ist ebenfalls auf der „KUNST direkt“ mit einer eigenen Koje vertreten. Zu sehen sind Werke von: Emmanuel Tutu, geboren 1980 in Kigali, Fahad Ndangiza, geboren 1984 in Gisenyi,  Allen Mugisha, geboren 1989 in Kigali,  Patrick Ruganitwali geboren 1983 in Kigali und der seit 1994 in Kibungo bestehende Frauenkooperative Kakira.