Prof. Dr. Gernot Wilhelm als Präsident verabschiedet

Prof. Dr. Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, hat heute Prof. Dr. Gernot Wilhelm aus dem Amt des Präsidenten der Akademie für Wissen-schaften und der Literatur verabschiedet. Prof. Dr. Reiner Anderl folgt Wilhelm nach, weil dieser turnusgemäß aus dem Amt scheidet. Wolf dankte für das „enorme Engagement in den vergangenen Jahren. Sie haben dem Präsidium der Akademie der Wissenschaften und der Literatur seit 2006, also nunmehr seit über einem Jahrzehnt, angehört und die Entwicklung der Akademie entscheidend geprägt.“

In Wilhelms Amtszeit habe sich die Akademie zu einer kleinen „digitalen Universität“ entwickelt. Besonders vorangetrieben habe Wilhelm die Kooperationen auf dem Feld der digitalen Geisteswissenschaften. „Der Master-Studiengang für digitale Geisteswissenschaften ist gemeinsam mit der Johannes Gutenberg-Universität entstanden, das ist auch Ihr Verdienst. Sie haben damit einen zentralen Beitrag zur Sicherung der Zukunft der geisteswissenschaftlichen Akademieforschung auch und gerade am Wissenschaftsstandort Mainz geleistet“ sagte der Minister. 

Die Einrichtung stehe so stark wie nie da. Unter den acht Wissenschaftsakademien Deutschlands sei die Mainzer Akademie diejenige mit den meisten Forschungsvorhaben und einem entsprechend beachtlichen Anteil am Akademienprogramm. „Der Anteil der Mainzer Akademie an diesem Bund-Länder-Programm liegt inzwischen bei 15 Millionen Euro. Dass es zu dieser beeindruckenden Entwicklung und außerordentlichen Drittmittelstärke der Akademie gekommen ist, hat auch mit Ihrem Engagement und Geschick zu tun“, so Minister Wolf.

 „Zuletzt gelang Ihnen, die ›Junge Akademie | Mainz‹ zu etablieren. Sie haben für vier Jahre eine Gruppe von 36 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern in Ihren Reihen aufgenommen. Die Mitglieder der ›Jungen Akademie | Mainz‹ werden dabei in das Akademiegeschehen voll eingebunden.“ Gernot Wilhelm habe sich hier große Dienste erworben und die Zukunftsfähigkeit der Akademie ausgebaut.

Dem Nachfolger Reiner Anderl wünschte Wolf, dass er die Erfolgslinie verlängern möge. „Der Umstand, dass Ihr Wirkbereich an der TU Darmstadt angesiedelt ist, könnte sich dabei als vorteilhaft erweisen, um die Rolle und Bedeutung der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur am Wissenschaftsstandort Rhein-Main-Region weiter zu verstärken.“