Minister Wolf empfängt den Wissenschaftsrat in Trier

Das zentrale Beratungsgremium aus Wissenschaft und Politik für Deutschland tagt diesmal mit seiner Frühjahrstagung in Rheinland-Pfalz. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf begrüßt heute Abend die Mitglieder des Wissenschaftsrats im Kurfürstlichen Palais in Trier zu einem Abendempfang.

„Dies ist eine spannende Woche für Rheinland-Pfalz. Erst gestern habe ich den Bericht einer Kommission ausgewiesener Experten entgegengenommen, der uns wichtige Hinweise zur weiteren Entwicklung unseres Hochschulsystems gibt. Diese Empfehlungen fließen ein in unser Hochschulzukunftsprogramm, durch das wir die Hochschulen in Forschung und Lehre und als Motoren für Innovationen in unseren Regionen stärken werden. Ich freue mich, dass heute mit dem Wissenschaftsrat wiederum ein hochkarätig besetztes Gremium in Rheinland-Pfalz zu Gast ist. Ausgewiesene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Fächergruppen beraten mit den Ministerinnen und Ministern der Länder und den Vertretern des Bundes über die Zukunft des deutschen Wissenschaftssystems“, erläutert Wissenschaftsminister Wolf.

„Wir freuen uns, nach fünf Jahren turnusgemäß wieder einmal zu Gast zu sein in Rheinland-Pfalz“, so die Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Prof. Dr. Martina Brockmeier, „einem Land, dessen Wissenschaftsminister sich bislang immer in besonderem Maße für die Belange der Wissenschaft im Wissenschaftsrat engagiert haben. Gleichzeitig hat das Land selbst immer wieder Nutzen aus der Beratung durch das Gremium gezogen, so zuletzt im Fall der Universitätsmedizin Mainz, deren Entwicklung der Wissenschaftsrat über die Jahre hinweg begleitet hat.“

In Trier diskutiert der Wissenschaftsrat unter anderem über die Weiterentwicklung des Hochschulpaktes. „Der Hochschulpakt ist eine von Bund und Ländern getragene, wichtige Säule der Finanzierung unserer Hochschulen in ganz Deutschland“, so Minister Wolf. „Von den Empfehlungen des Wissenschaftsrates erhoffe ich mir gute Hinweise für die kommenden Verhandlungen von Bund und Ländern“. Der Hochschulpakt läuft 2020 aus; über die künftige Hochschulfinanzierung muss bis Sommer 2019 entschieden werden.

Ein weiteres interessantes Thema für Rheinland-Pfalz ist die Förderung von Forschungsbauten. Hierbei geht auch ein Vorhaben der TU Kaiserslautern ins Rennen um die Förderung von Bund und Ländern. Minister Wolf schätzt die Chancen des Antrags als aussichtsreich ein: „Das Labor für Ultrapräzisions- und Mikrotechnologie hat die Gutachter des Wissenschaftsrates überzeugt. Ich freue mich, dass der Standort Kaiserslautern hier seine forschungsstärksten Fachbereiche zusammenbringt. Dabei  werden neue Erkenntnisse in der Ultrapräzisions- und Mikrotechnologie möglich, die zum Beispiel auf die Optik, die Medizintechnik oder den Maschinenbau angewandt werden können.“ Sollte es morgen zu einer Empfehlung kommen, wird die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder endgültig über eine Förderung entscheiden.