Minister Konrad Wolf betont Gleichberechtigung von beruflicher und hochschulischer Bildung

Auf der Ausbildungsmesse „horizon“, die heute in der Mainzer Rheingoldhalle stattfindet, hat sich Wissenschaftsminister Konrad Wolf für die Gleichberechtigung von beruflicher und hochschulischer Bildung ausgesprochen.

„Auch eine berufliche Ausbildung kann interessante Perspektiven eröffnen. In Rheinland-Pfalz setzen wir uns nachdrücklich dafür ein, die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung zu vergrößern. Ich nenne nur die Beispiele Hochschulzugang ohne Abitur und insbesondere die dualen Studiengänge“, sagte Wolf.

Im Rahmen der Messe wurde jetzt öffentlich eine Absichtserklärung unterzeichnet, die Zahl der Unternehmenskooperationen je Studiengang zu erhöhen. Unterzeichner waren der Vorsitzende der Landeskommission für duale Studiengänge, Richard Hartmann (BASF SE), und der Präsident der Hochschule Ludwigshafen am Rhein, Peter Mudra, in Anwesenheit von Minister Wolf.

Der „Ovale Tisch“, in dem Akteure für eine erfolgreiche Fachkräftesicherung vereint sind (Kammern und Arbeitgeberverbände, die Bundesagentur für Arbeit, die Gewerkschaften und die zuständigen Fachministerien), hatte eine Landesstrategie zur Fachkräftesicherung erarbeitet. Als ein Baustein hatte die Landeskommission für duale Studiengänge diese Absichtserklärung erarbeitet.

Wolf warb bei dieser Gelegenheit für das duale Studium. „Ein duales Studium bietet für Jugendliche viele Vorteile. Mit einem wachsenden Angebot von sogenannten dualen Studiengängen bieten wir in Rheinland-Pfalz immer mehr jungen Menschen die Möglichkeit, ein Studium und eine berufliche Ausbildung bzw. qualifizierte Praktika in einem Unternehmen miteinander zu verbinden. Im vergangenen Wintersemester wurden 67 duale Studiengänge aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Technik und Ingenieurwissenschaften, Informatik und Medien, Gesundheits- und Sozialwesen, Landwirtschaft und Weinbau angeboten“, erklärte Minister Wolf.

Schülerinnen und Schüler sollten sich früh und intensiv damit auseinandersetzen, was für sie der richtige berufliche Weg ist. „Wir wollen ungewollte Brüche in den Bildungsbiografien vermeiden. Deswegen hat das Land Rheinland-Pfalz auch die Berufs- und Studienorientierung junger Menschen an den Schulen verstärkt. Ab diesem Schuljahr wird es an allen weiterführenden Schulen verbindlich mindestens an einem Schultag einen ‚Tag der Berufs- und Studienorientierung‘ geben. Das ist ein wichtiger Start in die Berufs- oder Studienwahl“, so der Minister.