Martha-Saalfeld-Förderpreis geht an Yade Yasemin Önder, Ann Kathrin Ast und Alexander Broicher

Die Schriftstellerinnen Yade Yasemin Önder und Ann Kathrin Ast sowie der Schriftsteller Alexander Broicher erhalten den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Martha-Saalfeld-Förderpreis des Landes Rheinland-Pfalz 2019. Eine Fachjury wählte sie unter 52 Bewerberinnen und Bewerbern aus. Die Hauptpreisträgerin Yade Yasemin Önder erhält 5.000 Euro. Die Entscheidung über den 2. und 3. Platz fällt das Publikum am Abend der Preisverleihung. An der Erarbeitung einer sogenannten Shortlist mit acht Top-Titeln hatten auch Studierende des Campus Landau der Universität Koblenz-Landau im Rahmen einer Lehrveranstaltung mitgewirkt.

„Frau Önder, Frau Ast und Herr Broicher sind würdige Preisträger in der Tradition dieses Literaturpreises“, lobte Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf. Er verwies darauf, dass vor ihnen bedeutende Autorinnen und Autoren wie Ursula Krechel, Dagmar Leupold, Thomas Lehr und Dieter M. Gräf mit diesem Preis ausgezeichnet worden seien.

Das Land vergibt den Martha-Saalfeld-Förderpreis seit 1994, um Autorinnen und Autoren bei der Fertigstellung eines noch nicht abgeschlossenen literarischen Projekts zu unterstützen. Bewerben können sich Autorinnen und Autoren, die in Rheinland-Pfalz geboren worden sind, dort leben oder die dem kulturellen Leben des Landes in besonderer Weise verbunden sind. Der Preis ist nach der Pfälzer Lyrikerin und Erzählerin Martha Saalfeld benannt, die 1898 in Landau geboren wurde und 1976 in Bad Bergzabern gestorben ist.

Diesjährige Hauptpreisträgerin ist Yade Yasemin Önder, die 1985 in Wiesbaden als Tochter eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren wurde. Ihre Jugend verbrachte sie in Kaiserslautern. Önder machte sich bisher vor allem als Theater-Autorin einen Namen. Ihr erstes Stück Kartonage wurde 2017 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt und steht seither auf dem Spielplan des Wiener Burgtheaters. Sie erhält den Hauptpreis für ihr Romanmanuskript bulimieminiaturen.

Die Preisverleihung wird am 1. Juli 2019 um 18 Uhr in Landau sein. Um das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro beziehungsweise 2.000 Euro konkurrieren die 1986 in Speyer geborene Ann Kathrin Ast und der gebürtige Koblenzer Alexander Broicher (Jahrgang 1973). Beide haben sich mit zahlreichen Veröffentlichungen ebenfalls bereits fest in der Literaturszene etabliert. Der Fachjury gehörten die Literaturwissenschaftlerin Professorin Dr. Anja Ohmer, die Journalistin Susanne Schmaltz (SWR), der Journalist Sebastian Kapp (Badische Neueste Nachrichten) und der Literaturreferent des Kulturministeriums, Michael Au, an.