Land und Hochschulen starten Dialog über Hochschulzukunftsprogramm – Expertenkommission unterstützt mit eigenen Impulsen

Heute ist ein Kreis von Expertinnen und Experten erstmals zusammengetreten, der den Dialog zwischen den Hochschulen des Landes und dem Wissenschaftsministerium über die Weiterentwicklung des rheinland-pfälzischen Hochschulsystems begleiten soll. Ziel ist ein „Hochschulzukunftsprogramm“, das zu einer neuen Dynamik für das Hochschul- und Wissenschaftssystem führen soll.

Die Beteiligten erwarten wertvolle Impulse von der hochrangig besetzten Kommission. Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf hat 16 renommierte Persönlichkeiten zur Mitwirkung in der Runde eingeladen. Den Vorsitz übernimmt Prof. Dr. Holger Burckhart, Rektor der Universität Siegen und Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz. Weitere prominente Mitglieder der Kommission sind die Generalsekretärin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) Dorothee Dzwonnek und der ehemalige Vorsitzende des Wissenschaftsrats und heutige Vorstandsvorsitzende des Helmholtz-Forschungszentrums Jülich, Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Marquardt. Im engen Dialog mit den Hochschulen wird die Kommission bis zum Frühjahr 2018 Empfehlungen zur Weiterentwicklung des rheinland-pfälzischen Hochschulsystems erarbeiten. 

„Auf der Grundlage der Empfehlungen werden wir gemeinsam mit den Hochschulen eine neue, solide Grundlage für die Zukunftsfähigkeit und die erfolgreiche Weiterentwicklung des Wissenschaftslands Rheinland-Pfalz legen“, so der Wissenschaftsminister. „Wesentliches Ziel des Landes ist die Stärkung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen im internationalen Wettbewerb. Dazu werden wir alle Leistungsbereiche in den Blick nehmen – von Studium und Lehre über Forschung und Transfer bis zu wesentlichen Querschnittsthemen wie Digitalisierung oder Internationalisierung“, so Wolf weiter.

Daran anknüpfend erklärte Prof. Dr. Jens Hermsdorf, Präsident der Hochschule Worms und amtierender Vorsitzender der Landeshochschulpräsidentenkonferenz (LHPK): „Die rheinland-pfälzischen Hochschulen begrüßen die Initiative des Landes für einen konzentrierten Dialog über die wesentlichen Zukunftsaufgaben und Herausforderungen, denen wir uns gemeinsam stellen müssen. Auf der Grundlage einer Zustandsbeschreibung gilt es, vorhandene Stärken auszubauen und Potenziale für die erfolgreiche Profilbildung einzelner Hochschulen ebenso zu nutzen wie Möglichkeiten für noch mehr Kooperation zwischen den Hochschulen.“ 

Der Präsident der Universität Trier und stellvertretende LHPK-Vorsitzende Prof. Dr. Michael Jäckel unterstrich die Chancen, die der fachkundige Blick von außen und die im Dialog mit den Hochschulen entwickelten Empfehlungen der Expertenkommission böten. „Sich dem kritischen Blick erfahrener Kolleginnen und Kollegen zu stellen, ist in der Wissenschaft ein bewährtes Verfahren. Wer selbst in einer Hochschulleitung tätig ist, der bringt ein besonderes Verständnis und eigene Erfahrungen mit, die den Dialog mit dem Ministerium ergänzen und bereichern können“, so Jäckel. 

Der Vorsitzende der Expertenkommission, Prof. Dr. Holger Burckhart, erklärte: „Ich habe den Auftrag von Minister Wolf mit großem Respekt vor der Aufgabe und mit einer noch größeren Vorfreude auf die gemeinsame Arbeit mit der Kommission und den Hochschulen angenommen. Vor uns liegt ein hoch spannender Prozess, der enormes Potenzial für eine dynamische Weiterentwicklung des rheinland-pfälzischen Hochschulsystems bietet.“ Besonders wichtig sei ihm und der gesamten Kommission der dialogorientierte Charakter des Vorhabens. „Die gemeinsame Suche nach den besten Lösungen für die Zukunft – das ist die Aufgabe, der Hochschulen und Land sich stellen wollen. Ich bin davon überzeugt, dass wir dabei hilfreiche Impulse geben können“, so Burckhart abschließend.

Auf der Grundlage der Empfehlungen und unter Einbeziehung bestehender Entwicklungsplanungen der Hochschulen werden sich Land und Hochschulen im kommenden Jahr auf einen Rahmenvertrag für die Weiterentwicklung des Hochschulsystems verständigen und anschließend in Verhandlungen über Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen dem Land und den einzelnen staatlichen Hochschulen eintreten.

Mitglieder der Expertenkommission