Konrad Wolf überreicht Eberhard Linke Max-Slevogt-Medaille

Kulturminister Konrad Wolf hat Professor Eberhard Linke heute im Namen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer die Max-Slevogt-Medaille für seine besonderen Verdienste auf dem Gebiet der Bildenden Kunst in Rheinland-Pfalz überreicht. Der in Flonheim lebende Bildhauer habe mit seinem Wirken die Bildende Kunst im Land auf vielfältige Weise gefördert.

„Das künstlerische Gesamtwerk von Eberhard Linke ist eine Hommage an das Material Ton. Er gehört zu den wenigen Tonbildhauern, die die Hohlaufbauweise meisterlich beherrschen und mit diesem fragilen Material auch Plastiken in beachtlicher Grö-ße erschaffen hat“, würdigte Konrad Wolf den Preisträger bei einer Feierstunde in Mainz. „Diese spezifische Qualität der Linkeschen Kunst begeistert die Betrachter. Wer kennt nicht seine zahlreichen Arbeiten im öffentlichen Raum in Mainz. Man kann mit Fug und Recht sagen, Eberhard Linke hat sich als Künstler einen Namen gemacht.“

Eberhard Linke 1937 in Lauban geboren, studierte Kunsterziehung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Nach einigen Jahren als freier Bildhauer im Meisterschüler-Atelier von Otto Baum ging er nach Mainz und war dort von 1974 bis 2002 Professor an der Hochschule im Bereich Innenarchitektur und Architektur.
2009 gründete der Künstler gemeinsam mit seiner Frau die „Eberhard und Barbara Linke Stiftung“ mit Sitz in Flonheim, wo sie bereits 1982 ein Weingut erworben und schrittweise für die Stiftungszwecke umgebaut hatten. Zweck der Stiftung ist die Pflege und die öffentliche Präsentation des künstlerischen Werks von Eberhard Linke. Gleichzeitig fördert die Stiftung auch jüngere bildende Künstlerinnen und Künstler und bietet im Anwesen der Stiftung in Flonheim Arbeitsaufenthalte und Kurse für den Hohlaufbau von Terrakotta-Plastiken an. Im Atelier finden zudem regelmäßig Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen und Vorträge statt sowie Seminare zum Thema “Kunst und Politik” in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz.

„Rheinhessen ein Gesicht geben“ war das Motto der „Eberhard und Barbara Linke Stiftung“ zum Rheinhessen-Jubiläumsjahr 2016. Dazu gestaltete Eberhard Linke lebensgroße Porträtbüsten historischer Persönlichkeiten aus Rheinhessen aus der Zeit von 1790 bis 1848 von beeindruckender Qualität.

„Rheinhessen ein Gesicht geben“: „Für das Land Rheinland-Pfalz zählen Sie zu den wichtigen Protagonisten der rheinland-pfälzischen Kunstszene. Ihr Leben für und mit der bildenden Kunst dauert jetzt schon fast 60 Jahre. Für Ihre außergewöhnlichen Leistungen und Ihr Lebenswerk gilt Ihnen der besondere Dank des Landes Rheinland-Pfalz. Deshalb haben wir den heutigen Tag zu einem besonderen gemacht; für das Land Rheinland-Pfalz, aber vor allem für Sie“, betonte Konrad Wolf in seiner Laudatio abschließend.

Die Max-Slevogt-Medaille wurde 1972 vom Land Rheinland-Pfalz gestiftet und wird seitdem durch den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin des Landes ver-liehen. Damit werden Künstlerinnen und Künstler ausgezeichnet, die sich durch ihre Tätigkeit in der Bildenden Kunst besondere Verdienste in Rheinland-Pfalz erworben haben wie auch solche, die wesentlich dazu beigetragen haben, die Bildende Kunst in Rheinland-Pfalz zu fördern. Die Max-Slevogt-Medaille wurde erstmals an Franz Josef Kohl-Weigand verliehen und seitdem an Künstlerinnen und Künstler wie zum Beispiel Georg Meistermann oder Förderern der Bildenden Kunst wie Prof. Dr. Peter Ludwig oder Prof. Dr. Klaus Gallwitz.