Kinoprogrammpreis: Auszeichnung für anspruchsvolles und außergewöhnliches Filmprogramm / 30 Jahre Kinogeschichte in Enkenbach-Alsenborn

Zum 26. Mal hat das Kulturministerium heute Preise an Kinos in Rheinland-Pfalz verliehen, die „mit ihrem anspruchsvollen und außergewöhnlichen Filmprogramm maßgeblich zur Lebens- und Erlebnisqualität im Land beitragen“, wie Kulturminister Konrad Wolf heute im Provinz-Programmkino in Enkenbach-Alsenborn betonte.

„Gutes Kino – das ist weit mehr als nur Abspielstätte von Filmen. Die Institution Kino steht für Vielfalt, Emotionen und Gemeinschaft. Wir haben in Rheinland-Pfalz eine vielfältige Kinolandschaft, die großen Multiplexe, die kleinen Kinos in der Fläche und die Programmkinos, die die Filmkunst auf unvergleichliche und unverzichtbare Art pflegen“, betonte Konrad Wolf.

Eine fünfköpfige unabhängige Jury hat über die Vergabe der mit insgesamt 70.000 Euro dotierten Preise entschieden, die traditionell in drei Sparten vergeben werden. Erstmalig wurde der Hauptpreis in der Sparte „Allgemeines Filmprogramm“ in Höhe von je 8.000 Euro an zwei Kinos verliehen: das Union Studio für Filmkunst in Kaiserslautern und das PRO-WINZKINO in Simmern. 14 weitere Kinos können sich in dieser Sparte über Auszeichnungen freuen (siehe Übersicht in der Anlage). Auch im Bereich „Kinder- und Jugendfilm“ war das Union Studio für Filmkunst Spitzenreiter mit seinem filmischen Angebot und sicherte sich den mit 2.000 Euro dotierten Hauptpreis. Für die „beste Präsentation von Kurzfilmen“ wählte die Jury für den ersten Platz das CinéMayence in Mainz aus.

Madeleine Giese, freiberufliche Autorin und Hörspielautorin für den ARD Radiotatort führte durch die Feierstunde im Enkenbach-Alsenborner PROVINZ-Programmkino, das in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum feiert: 30 Jahre Kinogeschichte.

„Wir sind heute hier, weil Sie, geschätzte Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber in Rheinland-Pfalz zu jenen Menschen gehören, die mit Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein ‚Kino‘ machen. Dafür möchte ich Ihnen an dieser Stelle meine Anerkennung aussprechen“, lobte der Kulturminister und unterstrich „Kino und Film sind elementare Bestandteile unserer Kultur. Sie nehmen schon im Kindes- und Jugendalter Einfluss auf unsere ästhetischen Sehgewohnheiten, prägen unser Weltbild und unsere kulturelle Identität.“  

Mit dem Kinoprogrammpreis fördert die Landesregierung das Kulturgut „Kino“ seit 1991. Damit werde herausragendes Engagement für die Filmkultur, kreative und erfolgreiche Programmgestaltung, ausgezeichnet. „Sie sind die Garanten für ein anspruchsvolles Kinoprogramm und tragen mit ihrem Engagement zur kulturellen Vielfalt im Land bei“, so Konrad Wolf abschließend.