Jungen Menschen die Europäische Idee nahebringen

„Europa wird nur dann weiter als Garant für Frieden wirken können, wenn es uns gelingt, möglichst vielen jungen Menschen die Europäische Idee nahe zu bringen. Hier werden die neuen Europaschulen des Landes Rheinland-Pfalz wichtige Arbeit leisten.“ Das hat die Bevollmächtigte beim Bund und für Europa, für Medien und Digitales, Jacqueline Kraege, heute bei der Überreichung der Zertifikate an die ersten 18 Europaschulen des Landes Rheinland-Pfalz in Mainz betont. Hans Beckmann, Staatssekretär des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, unterstrich: „Mit ihrem Engagement leisten die Europaschulen einen besonderen Beitrag zur Demokratieerziehung und zur Ausbildung interkultureller Kompetenzen. Ich bin zudem davon überzeugt, dass die ausgezeichneten Schulen mit ihrem europäischen und fremdsprachlichen Schwerpunkt bei der Schulwahl ein sehr interessantes Angebot darstellen.“

Kraege und Beckmann erläuterten bei der Überreichung der Zertifikate im Bildungsministerium Mainz: „Kinder und Jugendliche wachsen heute in einem Europa ohne Grenzen und mit einer gemeinsamen Währung auf. Die Vorteile der Europäischen Einigung scheinen ihnen selbstverständlich. Dass der Erhalt und die Entwicklung dieser Vorteile immer wieder neue Anstrengung erfordert, müssen sie erst lernen. Bei internationalen Konflikten wie in der Ukraine spüren junge Menschen deutlich, dass Frieden keine Selbstverständlichkeit ist. Wir sind sicher, die neuen Europaschulen werden den größten Gewinn der Europäischen Einigung – die Konfliktbewältigung ohne Waffen – gut vermitteln können.“ 

2014 hatten Bildungsministerium und Landesvertretung gemeinsam alle Schulen in Rheinland-Pfalz aufgerufen, sich für die Zertifizierung als Europaschule zu bewerben. Für das Prädikat, dessen Verleihung nach fünf Jahren überprüft wird, müssen Kriterien erfüllt werden. So muss die Schule ein deutliches Europaprofil, erweiterte Fremdsprachenangebote, internationale Begegnungen und Europaprojekte sowie weitere Qualifikationen nachweisen. 

22 Schulen hatten sich für die Zertifizierung beworben. Eine Jury aus Experten des Bildungsministeriums, der Schulaufsicht der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), des Pädagogischen Landesinstituts, der Landeszentrale für Politische Bildung, der Europa-Union Rheinland-Pfalz und der Landesvertretung wählte 18 Schulen aus, welche die Anforderungen besonders umfassend erfüllen. Künftig soll jährlich eine Bewerbung möglich sein, so dass Schulen, die 2015 noch nicht ausgewählt wurden, ihr Engagement ausbauen können. Jede zertifizierte Schule erhielt aus den Händen von Jacqueline Kraege und Hans Beckmann bei der Veranstaltung ein Glasschild „Europaschule des Landes Rheinland-Pfalz“, das im Eingangsbereich der Schulen auf die besondere Ausrichtung hin-weisen wird.