Internationalisierung: Drei rheinland-pfälzische Universitäten bewerben sich mit Partnern als „European University“

Im Rahmen von Erasmus+, dem Programm der Europäischen Union für Bildung, Jugend und Sport konnten sich Hochschulnetzwerke bis gestern, 28. Februar, für die Teilnahme an dem Pilotprojekt „European Universities Initiative“ bewerben. Insgesamt 60 Millionen Euro stellt die EU-Kommission ab Herbst 2019 für das Programm zur Verfügung.

Aus Rheinland-Pfalz hat sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz gemeinsam mit ihren europäischen Partneruniversitäten der FORTHEM-Allianz beworben sowie die Universität der Großregion, zu der die Universität Trier und die Technische Universität Kaiserslautern gehören. Im Rahmen des Antrags hat die Universität der Großregion ihr Netzwerk mit einer Gruppe von südosteuropäischen Hochschulen um die Universität Sofia sowie um einen Zusammenschluss im Baltikum um die Vytautas Magnus University in Kaunas/Litauen erweitert. Eine „Europäische Universität“ muss mindestens aus drei Hochschulen aus drei EU-Staaten bestehen.
 

„Das mehrsprachige Lernen, die grenzüberschreitende Anerkennung von Qualifikationen, die Entwicklung gemeinsamer Bildungs- und Forschungsprogramme europaweit – all das trägt zur Internationalisierung unserer Hochschullandschaft in Rheinland-Pfalz bei und fördert und stärkt die Qualität und Exzellenz in Lehre und Forschung“, betonte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf. „Ich freue mich, dass gleich drei rheinland-pfälzische Hochschulen, die Technische Universität Kaiserslautern, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universität Trier sich an der ersten Pilotausschreibung beteiligen. Die internationale Ausrichtung und grenzüberschreitende wissenschaftliche Zusammenarbeit ist zentrales Zukunftsthema. Lehre und Wissenschaft sind zunehmend global ausgerichtet. Viele unserer Hochschulen sind hier gut aufgestellt und haben bereits entsprechende Unterstützungssysteme geschaffen.“

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hatte 2017 mit seiner Idee von der Schaffung „Europäischer Universitäten“ eine Debatte angestoßen: Bildung als Schlüssel zur Sicherung des europäischen Zusammenhalts. Die Europäische Kom-mission hatte daraufhin im Rahmen von Erasmus+ eine erste Pilotausschreibung "Europäische Hochschulen" für das Jahr 2019 veröffentlicht.

Die Universität Trier und die Technische Universität Kaiserslautern gehören bereits seit der Gründung 2008 der Universität der Großregion an. Sie umfasst vier Länder und sechs Universitäten. Außer Trier und Kaiserslautern ist dies noch die Université de Liege, die Université du Luxembourg, die Université de Lorraine und die Universität des Saarlandes. Über 135.000 Studierende sind in den Hochschulen eingeschrieben. Lehrsprachen sind Deutsch, Französisch und Englisch. 7.500 Promovierende und über 10.000 Dozierende und Forscherinnen und Forscher sind in den verbundenen Einrichtungen vertreten. Bisher werden bereits 18 integrierte, mehrsprachige Studiengänge angeboten.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist gemeinsam mit ihren europäischen Partneruniversitäten, der Université de Bourgogne in Frankreich, der Jyväskylän yliopisto in Finnland, der Uniwersytet Opolski in Polen, der Università degli Studi di Palermo in Italien, der Latvijas Universitāte in Lettland und der Universitat de València in Spanien Mitglied der der FORTHEM-Allianz.