Institut für Lehrergesundheit leistet wichtigen Beitrag für ein gesundes Lernumfeld

„Das Institut für Lehrergesundheit ist für die Erhaltung und Förderung der Gesundheit von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften in Rheinland-Pfalz ein großer Gewinn. Der Arbeitsschutz und die Gesundheitsförderung in den Schulen haben einen hohen Stellenwert: Denn nur gesunde und gesundheitsbewusste Pädagoginnen und Pädagogen können den sich stetig verändernden Anforderungen gerecht werden und ihren Schülerinnen und Schülern im Bereich der Gesundheitserziehung ein positives Beispiel sein. Von der am Institut angesiedelten Expertise profitieren rund 45.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den mehr als 1.600 Schulen landesweit und somit auch über 541.000 Schülerinnen und Schüler“, unterstrich Bildungs- und Wissenschaftsministerin Vera Reiß heute bei einem Besuch des Institutes für Lehrergesundheit (IfL) an der Universitätsmedizin Mainz. Gemeinsam mit Institutsleiter, Prof. Dr. Stephan Letzel, seinem Stellvertreter, dem Wissenschaftlichen Leiter des IfL, Prof. Dr. Dirk-Matthias Rose, sowie Leiterinnen und Leiter unterschiedlicher Arbeitsgruppen am IfL tauschte sie sich über die Arbeit des Institutes, aktuelle und zukünftige Projekte aus. Auch der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin, Prof. Dr. Förstermann, war bei dem Institutsbesuch dabei.

Um die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Bediensteten an den rheinland-pfälzischen Schulen sicherzustellen, hat die Landesregierung im Januar 2011 an der Universitätsmedizin Mainz das IfL gegründet. Neben arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen und Schulbegehungen gehören die individuelle Beratung von Lehrkräften und Schulleitungen, die Durchführung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und die Beratung bei der Wiedereingliederung von langfristig Erkrankten zu den Aufgaben des Instituts. Die Ansiedlung des Instituts an der Universitätsmedizin Mainz ermöglicht zudem eine enge Verknüpfung von arbeitsmedizinischer Betreuung und der Forschung im Bereich des präventiven Gesundheitsschutzes. Das IfL wird vom Land finanziert. Hierfür stehen 2015 rund 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Mehr als 20 Personen sind am IfL tätig. Neben dem Institutssitz in Mainz verfügt das IfL über drei „mobile Einheiten“, die es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ermöglichen, vor Ort, in den Schulen bzw. in regionalen Sprechstunden präsent zu sein. Dabei ist das Institut in seiner fachlichen Arbeit weisungsfrei und unabhängig.
Seit seiner Gründung hat das IfL rund 2.000 individuelle Beratungen (z.B. im Rahmen von Sprechstunden, Vorsorgeuntersuchungen, Impfberatungen oder bei der beruflichen Wiedereingliederung nach längerer Erkrankung) sowie rund 120 Studientage und schulübergreifende Fortbildungen durchgeführt. Daneben wurden etwa 320 Schulen spezifisch beraten und hierbei u. a. rund 3.500 Bedienstete der Schulen hinsichtlich ihrer individuellen Arbeitssituation befragt. Im Rahmen seiner Forschungstätigkeit hat sich das IfL u.a. mit Fragen der Lärmbelastung in Schulen, den beruflichen Belastungs- und Beanspruchungsfaktoren von Lehrkräften und Pädagogischen Fachkräften an Förderschulen sowie an Schwerpunktgrundschulen auseinandergesetzt. 

Die Bildungsministerin hob bei ihrem Besuch die besondere Position und Schlüsselfunktion des IfL hervor: „Ein Institut für Lehrergesundheit in dieser Form ist bundesweit einmalig. Rheinland-Pfalz nimmt im Ländervergleich eine Spitzenposition bei der arbeitsmedizinischen Betreuung von Lehrkräften ein und das IfL wird gerne als gelungenes Beispiel hierfür herangezogen. Wie erfolgreich und wichtig der Beitrag des IfL für ein gesundes schulisches Lernumfeld ist, wissen wir nicht zuletzt, weil Schulen, Beschäftigte und Personalvertretungen uns immer wieder positive Rückmeldungen zur Arbeit des Institutes geben.“ Für ihre hervorragende Arbeit dankte die Ministerin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, allen voran Prof. Dr. Stephan Letzel, der mit seinem herausragenden Engagement maßgeblich zum Aufbau des Institutes beigetragen hat und für seine Verdienste im Bereich der Arbeitsmedizin am vergangenen Mittwoch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.