Hochschulzugang für Spitzensportlerinnen und –sportler ab Sommersemester erleichtert

Die Landesregierung wird den Hochschulzugang für Spitzensportlerinnen und -sportler erleichtern. „Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, die viel Energie und Zeit für ihre sportlichen Ziele einsetzen und in dieser entscheidenden Phase der messbare schulische Erfolg zugunsten außerschulischer Erfolge leidet, sollen hier Unterstützung erfahren“, sagte Wissenschaftsminister Konrad Wolf.

Bei Studiengängen mit Zulassungsbeschränkung wie Psychologie, Rechtswissenschaften oder Biologie wird es mittels einer Vorabquote ein Kontingent für Studienplätze für die in den Bundes- und Landeskadern geförderten jungen Menschen geben. Bei den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen Human- und Zahnmedizin sowie Pharmazie wird es eine Bonusregelung geben. Der Abiturdurchschnitt wird dabei rechnerisch um 0,3 Punkte verbessert. Das Land wird sich dafür einsetzen, bundesweit eine einheitliche Regelung einzuführen.

Das soll schon im Sommersemester 2017 gelten, teilte heute Wissenschaftsminister Konrad Wolf mit, nachdem Ministerpräsidentin Malu Dreyer dies bei einem Empfang des Landessportbundes für die Olympiateilnehmerinnen und -teilnehmer bereits am 2. September in Worms verkündet hatte. Betroffen hiervon seien ca. 30 junge Menschen pro Jahrgang, so eine Schätzung des Ministeriums. 

Karin Augustin, Präsidentin des Landessportbundes: „Wir sind froh, dass die Landesregierung so schnell unseren Vorschlag aufgegriffen hat. Ich freue mich für die kommenden Sportlergenerationen. Sie werden es so leichter haben, ein Studium mit dem Leistungssport miteinander zu vereinbaren.“