Hochschulperle des Monats an Kulturprojekt „Den Wandel gestalten“

Das vom Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur geförderte Projekt „Den Wandel gestalten – Visionen ermöglichen“ der Universität Koblenz-Landau wurde heute mit der „Hochschulperle“ des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft für den Monat August 2017 ausgezeichnet.

Mit der „Hochschulperle“ zeichnet der Stifterverband Projekte aus, „die wissenschaftliche und externe Partner auf außergewöhnliche Weise zusammenbringen, einen Mehrwert durch Kooperation ermöglichen und vor allem neue Impulse für Forschung und Lehre geben“.

Minister Konrad Wolf zeigte sich sehr erfreut, „dass unser Projekt eine solche öffentliche Wertschätzung erhält. Mit dem Förder- und Modellprojekt begleiten wir den demographischen Wandel in unseren Kultureinrichtungen und geben so wertvolle Hilfestellung.“

Was tun, wenn im Kulturzentrum ein Generationenwechsel ansteht? Was, wenn sich niemand mehr im Künstlerverein ehrenamtlich engagieren will? Oder im Theater und Museum die jungen Besucher wegbleiben? Die Kulturbetriebe der Freien Szene in Rheinland-Pfalz erhalten bei der Bewältigung solcher Strukturprobleme Unterstützung aus der Wissenschaft. Wissenschaftler und Studierende des Instituts für Kulturwissenschaft der Universität Koblenz-Landau beraten rheinland-pfälzische Kulturbetriebe beim strukturellen und inhaltlichen Changemanagement.

Gemeinsam mit den Kulturschaffenden identifizieren sie die Problembereiche und erarbeiten in Pilotprojekten neue Strukturen, Leitbilder und Konzepte für ein effektives Kulturmanagement und ein zielgerichtetes Kulturmarketing. So entstehen durch die wissenschaftliche Begleitung Modelle für zukunftsfähige Kultureinrichtungen, und die unterschiedlichen Akteure profitieren voneinander und vernetzen sich. 

Aus der Begründung der Jury: „Ein überzeugender Ansatz, der nicht auf radikale Neuerungen, sondern auf Anpassung und Weiterentwicklung bestehender Strukturen und Prozesse setzt. Beispielhaft ist hier die Zusammenarbeit zwischen den Kulturbetrieben und der Hochschule, die wiederum ihre Studierenden frühzeitig miteinbezieht.“