Hochschulen im Land sind attraktive Studienorte

Der Austausch über erfolgreiche Lehr- und Lernformen an den Hochschulen – das ist das Ziel der Konferenz „Gute Lehre für ein erfolgreiches Studieren – Praxisbeispiele aus dem Hochschulpakt“, die heute vom Wissenschaftsministerium, dem Hochschulevaluierungsverbund Südwest und der Hochschule Mainz gemeinsam veranstaltet wird. „Wir legen großen Wert darauf, auch angesichts steigender Studierendenzahlen gute Studienbedingungen zu garantieren“, betonte Wissenschaftsministerin Vera Reiß vor rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Konferenz, bei der mehr als 80 Projekte und Programme zur Verbesserung von Studium und Lehre aus den vier Universitäten und sieben Fachhochschulen des Landes präsentiert werden. Die Palette der Maßnahmen reicht vom Studienorientierungstest für Schülerinnen und Schüler über Tutorenprogramme und Online-Unterstützungsangebote für Studentinnen und Studenten bis zur Karriereberatung nach dem Studium und zu Mentoring-Programmen für Nachwuchswissenschaftlerinnen.

Die Ministerin verwies darauf, dass das Land den Hochschulen aus den Mitteln des Hochschulpakts von Bund und Ländern bis Ende des Jahres 2015 mehr als 40 Millionen Euro für innovative Lehrprojekte, zur Unterstützung von Frauen in der Wissenschaft und für Maßnahmen zur Öffnung der Hochschulen zur Verfügung gestellt habe. „Die geförderten Vorhaben sind dabei Bestandteil eines großen Maßnahmenpakets, das wir zur Förderung der Hochschullehre entwickelt haben“, so die Ministerin. Damit gute Ansätze weiterentwickelt werden könnten, und um zusätzliche Chancen für die Verwirklichung neuer Ideen zur Verbesserung der Studienbedingungen zu schaffen, werde die Landesregierung in den kommenden Jahren zehn Prozent der Mittel aus dem Hochschulpakt investieren, um die Qualität der Lehre weiter zu steigern.

Der Präsident der gastgebenden Hochschule Mainz, Prof. Dr. Gerhard Muth, unterstrich, die steigenden Studierendenzahlen stellten die Hochschulen vor neue Herausforderungen – insbesondere, was die Sicherstellung der Qualität der Lehre anbelange. „Deswegen sind wir froh darüber, dass das Wissenschaftsministerium einen Teil der Mittel für Programm-Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität der Lehre zur Verfügung stellt. Heute werden hier Best Practice-Beispiele aus den Hochschulen vorgestellt“, sagte Muth und fügte hinzu: „Wir gehen davon aus, dass auch in der Fortsetzung des Hochschulpakts 2020 wieder in ähnlicher Weise verfahren werden wird.“

Mit einem Blick über die Landesgrenzen hinaus ging Dr. Tobias Haertel vom „Zentrum für HochschulBildung (zhb)“ der Technischen Universität (TU) Dortmund in seinem Eingangsvortrag der Frage nach „Wie kommt das Neue in die Hochschullehre?“ und zeichnete dabei den Weg von der kreativen Idee bis zur nachhaltigen Innovation in der Hochschullehre nach. In einer Podiumsdiskussion nahm er zudem gemeinsam mit der Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Mechtild Dreyer, mit dem Präsidenten der Hochschule Kaiserslautern, Prof. Dr. Konrad Wolf, und mit Jonas-Luca König als Vertreter der LandesAStenKonferenz Rheinland-Pfalz, zentrale Erfolgsfaktoren für mehr Qualität in Studium und Lehre genauer unter die Lupe. In vier Workshops wurde außerdem jeweils ein Projekt ausführlicher vorgestellt. Darüber hinaus tauschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre jeweiligen Erfahrungen aus und diskutierten über Probleme und neue Herausforderungen bei der Verbesserung der Lehre. Eine begleitende Poster-Ausstellung präsentierte weitere erfolgreiche Projekte der Hochschulen zur Verbesserung von Studien- und Lehrbedingungen.