Hauptpreise gehen nach Simmern, Enkenbach-Alsenborn und Kaiserslautern

Zum 24. Mal hat das Kulturministerium heute Preise an Kinos in Rheinland-Pfalz verliehen, die „mit ihrem anspruchsvollen und außergewöhnlichen Filmprogramm maßgeblich zur Lebens- und Erlebnisqualität im Land beitragen“, wie Kulturstaatssekretär Walter Schumacher heute bei der feierlichen Preisverleihung im Pro-Winzkino in Simmern betonte. Das Hunsrücker Kino feiert in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag, zu dem der Kulturstaatssekretär herzlich gratulierte. Zwei aus dem Hunsrück stammende Filmschaffende bereicherten die Feierlichkeiten mit ihren Beträgen: Die in Wittlich geborene Schauspielerin Barbara Philipp, unter anderem bekannt aus Edgar Reitz‘ Film „Die andere Heimat“ und der Krimi-Serie „Tatort“, berichtete von ihren Erfahrungen im Filmgeschäft und der Autor und Filmregisseur Edgar Reitz gratulierte den Gewinner-Kinos passend zum Anlass mit einer Videobotschaft.

Eine fünfköpfige unabhängige Jury hat über die Vergabe der mit insgesamt 70.000 Euro dotierten Preise entschieden, die traditionell in drei Sparten vergeben werden. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis in der Sparte „Allgemeines Filmprogramm“ ging wie im Vorjahr an das Pro-Winzkino in Simmern. 17 weitere Kinos können sich in dieser Sparte über Auszeichnungen freuen (siehe Übersicht in der Anlage). Erstmals in dieser Kategorie ausgezeichnet wurde das Eifel-Kino-Center Prüm. Im Bereich „Kinder- und Jugendfilm“ überzeugte in diesem Jahr das Provinz Programmkino in Enkenbach-Alsenborn die Jury mit seinem filmischen Programm und wurde dafür mit 2.000 Euro belohnt. Das beste Kurzfilmprogramm bot im Jahr 2014 das Union Studio für Filmkunst in Kaiserslautern seinen Besucherinnen und Besuchern und erhielt dafür den mit 1.500 Euro dotierten Hauptpreis in der Sparte. 

„Mit dem Kinoprogrammpreis zeichnen wir herausragendes Engagement für die Filmkultur, kreative und erfolgreiche Programmgestaltung, die neue Horizonte öffnet, und den Mut aus, die Filmbühne jenseits von Hollywood und großen Blockbustern für weniger teure, aber genauso wertvolle Produktionen frei zu machen“, unterstrich Walter Schumacher und weiter: „Wir haben in Rheinland-Pfalz neben großen Kinoketten viele Filmtheater und Programmkinos auch in der Fläche. Beide pflegen die Filmkunst auf unterschiedliche und zugleich unverzichtbare Weise und leisten damit einen wichtig Beitrag zur Kultur und Bildung.“ Schumacher dankte den vielen Programmkinobetreiberinnen und -betreibern, „die mit großer Leidenschaft und Qualitätsbewusstsein Kino vor Ort immer wieder zu einem anspruchsvollen Erlebnis machen.“ 

Mit dem Ziel, ein vielfältiges Programmangebot auch jenseits der großen Kinoketten im ganzen Land, zu ermöglichen, fördert die rheinland-pfälzische Landesregierung seit 1991 das Kulturgut „Kino“ mit dem Kinoprogrammpreis. Ausschlaggebend ist dabei die Qualität des Programms unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen Standortsituation der einzelnen Kinos.