Gute individuelle Förderung ist und bleibt gemeinsames Ziel

„Ein enger und vertrauensvoller Austausch zwischen Eltern und Schulen ist eine wichtige Voraussetzung, um Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer individuellen Begabungen und Bedürfnisse bestmöglich zu fördern. Ein intensives und gutes Zusammenwirken trägt maßgebend dazu bei, den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern durch den stetigen Ausbau der individuellen Förderung sicherzustellen“, unterstrich Bildungsministerin Vera Reiß beim diesjährigen Landeselterntag an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Koblenz. Unter der Überschrift „Welcher Schüler ist heute noch normal?“ befassten sich die Eltern mit einer sich verändernden Schülerschaft, Heterogenität und individueller Förderung.

In den vergangenen Jahren seien eine ganze Reihe von Schritten unternommen worden, um den Austausch zwischen Schulen, Lehrkräften und Eltern zu intensivieren und das schulische Angebot entsprechend der sich verändernden Bedürfnisse und Wünsche weiterzuentwickeln, sagte die Bildungsministerin. Beispielhaft nannte sie zwei aktuelle Projekte: „Damit junge Menschen eigenverantwortlich entscheiden können, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen möchten, brauchen sie persönliche und fachliche Beratung. Deshalb binden wir die Eltern als zentrale Vertrauenspersonen und Vorbilder bei der Berufs- und Studienorientierung ein und bieten ab Februar 2016 im Zuge der Umsetzung des neuen Konzeptes zum ‚Tag der Berufs- und Studienorientierung‘ an allen weiterführenden Schulen Informationsabende speziell für Eltern an. Auch wenn es um die beste Förderung von Kindern mit Behinderungen geht, ist der Elternwille entscheidend. Denn Eltern kennen ihre Kinder am besten und es war für uns deshalb selbstverständlich, ihnen die freie Wahl zwischen einem inklusiven Unterrichtsangebot an einer Schwerpunktschule und einem speziell auf die Behinderung abgestimmten Angebot einer Förderschule zu überlassen“, so Vera Reiß. Dieses Prinzip habe sich bereits seit der Einführung der Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz vor 14 Jahren eindeutig bewährt. 

„Seit über 20 Jahren beschäftigt sich der Landeselterntag mit interessanten und relevanten Themen. Das abwechslungsreiche Format bietet den Eltern die Möglichkeit, sich im Dialog mit Expertinnen und Experten zu informieren und untereinander auszutauschen. Als Bildungsministerin schätze ich das Engagement des Landeselternbeirates, dem Sprachrohr der Elternschaft und Organisator des Landeselterntages“, betonte Vera Reiß.