Garry Walker wird neuer Chefdirigent des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie - Schotte ist Nachfolger von Daniel Raiskin

Der 41-jährige Garry Walker wird neuer Chefdirigent des Staatsorchesters Rheinische Philharmonie in Koblenz. Der gebürtige Schotte tritt in der Spielzeit 2017/18 die Nachfolge von Daniel Raiskin an, der dieses Amt seit 2005 bekleidet. „Es ist uns gelungen, mit Garry Walker einen international bekannten und renommierten Chefdirigenten zu engagieren“, gab Kulturministerin Vera Reiß bekannt.

„Das Staatsorchester Rheinische Philharmonie mit seiner über 350-jährigen Geschichte hat höchstes Ansehen in der Stadt Koblenz, der Region und im ganzen Land. Es ist sehr gefragt. Ich bin mir sicher, dass Garry Walker mit viel Leidenschaft und Kreativität das hohe Niveau und die künstlerische Qualität des Orchesters weiter ausbauen und die Herzen des Publikums mit viel schottischem Charme und Humor erobern wird“, sagte Reiß.

Die Ministerin dankte auch dem bald scheidenden Chefdirigenten Daniel Raiskin. „Er hat in den vergangenen zehn Jahren einen tollen Job gemacht. Seine Arbeit mit dem Orchester wurde vielfach ausgezeichnet, so mit einem ‚ECHO-Klassik‘. Bis zu seinem Ausscheiden im kommenden Sommer darf sich das Auditorium noch an wundervollen Konzerten unter seiner Leitung erfreuen“, erklärte sie.

Vorgeschlagen für den Posten des Chefdirigenten wurde Garry Walker von einer sechsköpfigen Fachkommission, die sich, gemeinsam mit dem Orchester und den Bewerberinnen und Bewerbern, einem aufwändigen internen Auswahlverfahren gestellt hatte. „Garry Walker ist unser absoluter Wunschkandidat, nicht nur deshalb, weil die Zusammenarbeit mit den Musikerinnen und Musiker des Orchesters und ihm von Anfang an ganz wunderbar war, sondern auch, weil Garry Walker ganz offensiv die Auffassung vertritt, dass ein Orchester und sein Dirigent den Menschen in ihrer Stadt und ihrer Region dienen sollte und der Zugang zu guter Musik für die Menschen ebenso wichtig ist wie ein gutes Bildungs- oder Gesundheitssystem. Damit passt er ganz wunderbar zur Philosophie unseres Klangkörpers“, so der Intendant der Rheinischen Philharmonie, Günter Müller-Rogalla, der auch der Auswahlkommission angehörte.

Garry Walker wurde 1974 in Edinburgh geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er an der St. Mary’s Music School in Edinburgh, am Royal Northern College of Music in Manchester und an der University of Manchester. Nachdem er 1999 die Leeds Conductors‘ Competition gewonnen hatte, gehören Dirigate bei allen großen BBC-Orchestern in sein Portfolio. Er war außerdem Principal Guest Conductor of the Royal Scottish National Orchestra, viele Jahre Permanent Guest Conductor des Royal Philharmonic Orchestras in London und Principal Conductor des Paragon Ensemble. Regelmäßig dirigiert er auch das Red Note Ensemble, das führende Ensemble für Neue Musik in Schottland. Seine Tätigkeit als Dirigent führt ihn mittlerweile rund um den Globus. So hatte er u.a. Auftritte mit dem Gothenburg Symphony Orchestra, dem Orchestre Philhamonique de Luxembourg, dem Musikkollegium Winterthur oder dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin. Auch mit dem Melbourne Symphony Orchestra, dem Auckland Philharmonia Orchestra oder dem Utah Symphony Orchestra hat er schon zusammengearbeitet.