Einweihung der neuen Thora-Rolle: „Symbol der starken Verwurzelung“

In Anwesenheit von Staatsminister Konrad Wolf vollzog die jüdische Gemeinde der Rheinpfalz die feierliche Einweihung einer neuen Thora-Rolle für die Synagoge in Kaiserslautern. Der Ankauf zweier neuer Schriftrollen wurde mit Spendenaktionen und Benefiz-Konzerten möglich gemacht, an der sich auch das Bistum Speyer und die Evangelische Kirche der Pfalz maßgeblich beteiligten.

„Die Einweihung einer neuen Thora-Rolle ist auch immer ein Symbol, stärker an einem Ort Wurzeln zu schlagen. Heute über 70 Jahre nach dem Holocaust sind wir froh, wieder eine so lebendige, jüdische Gemeinde in der Pfalz und im Besonderen in Kaiserslautern zu haben. Das ist nicht selbstverständlich, sondern ein Zeichen für Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit“, so Staatsminister Wolf.

Besonders dankte er auch den Unterstützern der Spendenaktion, welche die Anschaffung der Thora-Rollen möglich machte: „Bis heute ist es für unseren gesellschaftlichen Frieden wichtig, dass die Religionsgemeinschaften sicher und friedlich zusammenleben und dass die Gläubigen über Konfessions- und Religionsgrenzen hinweg einander mit Achtung und Respekt begegnen. Wenn sich Religionsgemeinschaften dann auch gegenseitig unterstützen und helfen, wie hier geschehen, dann ist das vorbildlich und es verdient höchste Anerkennung. Es ist die Grundlage für ein friedliches und gedeihliches Miteinander in unserem Land.“