Dreyer und Hofmann-Göttig starten virtuelles Migrationsmuseum

Mit „Lebenswege“, dem Online Migrationsmuseum Rheinland-Pfalz“, will die Landesregierung die Geschichte und die Kultur der Migration auf zeitgemäße Art erfahrbar machen und vor allem junge Menschen erreichen. Als eine der ersten Online-Einrichtungen ihrer Art in Deutschland arbeitet das Projekt die Geschichte der Migration in Rheinland-Pfalz multimedial auf.

Sozialministerin Malu Dreyer, der Staatssekretär im Kulturministerium, Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig, und die Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration, Maria Weber, stellten das Projekt „Lebenswege - das Online Migrationsmuseum Rheinland-Pfalz“ heute in Mainz vor. Es wird vom Sozial- und vom Kulturministerium sowie der Multimediainitiative des Ministeriums des Innern und für Sport getragen und zielt auf die Aufklärung, den Wissensaustausch und die Auseinandersetzung mit dem Thema Migration mit Hilfe des Mediums Internet. Kooperationspartner des Projekts ist die Redaktion SWR-International unter der Leitung von Professor Dr. Karl-Heinz Meier-Braun.

„Das Museum verdeutlicht, dass Menschen mit Migrationshintergrund zum festen und unverzichtbaren Bestandteil der Gesellschaft geworden sind. Rheinland-Pfalz blickt auf eine lange Migrationsgeschichte zurück. Die in der Vergangenheit zugewanderten Menschen haben die Geschichte und die Entwicklung unseres Landes in vielfältiger Weise mitgestaltet und mitgeprägt und Wesentliches zum Erfolg, zum Ansehen und zum Wohlstand beigetragen“, unterstrich Sozialministerin Malu Dreyer. Vor rund sechzig Jahren wurden die ersten Arbeitsmigrantinnen und -migranten angeworben. Ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Leistungen sollen mit dem Museum bewahrt und für andere, vor allem junge Menschen zugänglich gemacht werden.

„Kunst und Kultur erreichen, wenn sie in einer pluralistischen Gesellschaft ernst genommen werden, ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verständigung. Das gilt erst recht im Integrationsprozess, in dem Kultur maßgeblich beiträgt zu Akzeptanz und Respekt gegenüber verschiedenen Kulturen und zugleich zur Anerkennung gemeinsamer Werte. In diesem Kontext hat sich das Kulturministerium gerne bei der Verwirklichung einer Internetseite zum Thema Migration engagiert, denn für mich ist klar, dass die Geschichte der Migration die Geschichte von uns allen ist. Und dies will www.lebenswege.rlp.de zeigen“, sagte Kulturstaatssekretär Hofmann-Göttig.

Das Online-Projekt „Lebenswege“ wurde von der Agentur hpunkt kommunikation aus Schwabenheim umgesetzt. Derzeit konzentrieren sich die Inhalte des Online-Museums auf die Migrationsgeschichte vom ersten Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und Italien 1955 bis zum Anwerbestopp 1973. Im Menüpunkt ‚Ausstellungâ€