Drei innovative Projekte aus Rheinland-Pfalz in Qualitätsoffensive Lehrerbildung erfolgreich

Jeweils ein innovatives Projekt, mit dem wichtige neue Akzente in der universitären Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern gesetzt werden, aus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, aus der Universität Koblenz-Landau und aus der Technischen Universität Kaiserslautern werden künftig mit Mitteln aus der von Bund und Ländern gemeinsam gestarteten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ unterstützt. Die drei Projekte gehören zu den insgesamt 30 Vorhaben bundesweit, die in der zweiten Auswahlrunde der Initiative aus insgesamt 53 Projektskizzen ausgewählt wurden.

Bildungs- und Wissenschaftsministerin Vera Reiß betonte mit Blick auf die jetzt von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) veröffentlichten Auswahlentscheidungen: „Rheinland-Pfalz hat bereits mit der 2007 gestarteten Reform der Lehrerinnen- und Lehrerbildung wegweisende Maßnahmen ergriffen, um die gesamte Ausbildung von Lehrkräften neu aufzustellen und nachhaltig zu verbessern. Das gilt beispielsweise für den Ausbau von Praxisphasen oder die Stärkung der Fachdidaktik ebenso wie für eine deutlichere Verortung der Lehramtsstudiengänge an den Hochschulen in Zentren für Lehrerbildung. Mit der bundesweiten ,Qualitätsoffensive Lehrerbildung‘ soll der eingeschlagene Reformweg durch die Förderung neuer Projekte in den Hochschulen weiter unterstützt werden. Es ist sehr erfreulich, dass jetzt gleich drei Projektanträge aus dem Land für eine Förderung ausgewählt wurden.“

An der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität sollen „Lehr-Lern-Forschungslabore“ als „Orte zukunftsorientierter Kooperation in der Lehramtsausbildung“ aufgebaut werden. Diese haben eine Intensivierung der Theorie-Praxis-Verbindung zum Ziel beispielsweise durch die Entwicklung und Erprobung aktivierender Aufgaben, die in der Lehrkräfteausbildung eingesetzt werden können. Die Technische Universität Kaiserslautern stellt in ihrem Projekt die digitale Medienbildung als wesentlichen Bestandteil der Lehrkräftebildung in den Mittelpunkt. Hierbei werden unter anderem Konzepte für Lehr-Lern-Situationen in der Ausbildung der Lehrkräfte, für den schulischen Unterricht sowie für die Fort- und Weiterbildung entwickelt. Das Projekt der Universität Koblenz-Landau zielt vor allem auf eine verstärkte Einbindung der Schulpraxis in die universitäre Lehramtsausbildung in Form eigener Ausbildungsmodule. Inhaltliche Schwerpunkte sind dabei unter anderem der Umgang mit einer heterogenen Schülerschaft sowie die multiprofessionelle Kooperation im inklusiven Unterricht. Die für die drei Anträge erwartete Fördersumme beträgt insgesamt rund 11 Millionen Euro.