DFG-Forschungsprojekt der Universität Koblenz-Landau verlängert

Einstimmig hat eine Gutachtergruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nach eingängiger Prüfung empfohlen, die von Prof. Dr. Gabriele Schaumann von der Universität Koblenz-Landau koordinierte Forschungsgruppe „INTERNANO: Mobilität, Alterung und Funktionsweisen anorganischer synthetischer Nanopartikel in der Land-Wasser-Übergangszone“ für weitere drei Jahre zu fördern.

„Frau Prof. Schaumann und ihre Kolleginnen und Kollegen zeigen herausragende Forschungsstärke. Sie haben in der ersten ‚INTERNANO‘-Projektphase wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse erzielt, diese in renommierten Fachzeitschriften publiziert und bei der Begutachtung vor Ort die Mitglieder der DFG-Prüfungsgruppe von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugt. Das ‚INTERNANO‘-Projektteam leistet einen außerordentlichen Beitrag zur Profilbildung der Universität Koblenz-Landau im topaktuellen Forschungsfeld der Umweltwissenschaften. Die Forschung ist wissenschaftlich hochinteressant, ökologisch relevant, international sichtbar und getragen von einer Gruppe hervorragend ausgewiesener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern.“ Das betonte Wissenschaftsministerin Vera Reiß anlässlich der erfolgreichen Verlängerung der Förderung der Forschungsgruppe „INTERNANO“ durch die DFG.

Das „INTERNANO“-Team untersucht das Verhalten von so genannten künstlichen Nanopartikeln und deren Auswirkungen auf das Ökosystem, die noch weitgehend unerforscht sind. Im Mittelpunkt des Forschungsinteresses steht der Übergangsbereich zwischen Land und Wasser, dem unter anderem eine wichtige Filterfunktion zukommt. Ziel ist es, die Prozesse zu identifizieren und zu verstehen, die für das Schicksal der künstlichen Nanopartikel in diesem Land-Wasser-Ökosystem verantwortlich sind. Das Forschungsteam setzt sich zusammen aus Landauer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Koblenz-Landau sowie Forscherinnen und Forschern an der Technischen Universität Berlin, an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, an der Technischen Universität München, im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in  Halle an der Saale und im Umweltbundesamt in Berlin.

Die DFG-Forschergruppe ist aus dem Forschungsschwerpunkt „Land-Wasser-Interaktion“ an der Universität Koblenz-Landau hervorgegangen. Dieser wurde bereits seit 2008 durch das rheinland-pfälzische Wissenschaftsministerium in Rahmen der Forschungsinitiative des Landes mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert. Bis 2016 stellt das Land dem Forschungsschwerpunkt weitere 770.000 Euro zur Verfügung.