Bildung mit digitalen Medien gestalten: Projekt „OER@RLP“ gestartet

„Digital und offen?! Wie Digitalisierung Bildung verändert“. Unter dieser Überschrift stand die Auftaktveranstaltung eines Projektes, das heute in Mainz gestartet wurde. Das Projekt „OER@RLP“ ist eines von 21 bundesweit vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekte, die darauf abzielen, die Potenziale offener Bildungsmaterialien (Open Educational Resources-OER) bekannt zu machen.

Das Projekt soll den Aufbau von Kompetenzen zur Nutzung, Erstellung und Verbreitung von offenen Bildungsmaterialien vorantreiben. Mit der Idee frei zugänglicher, kostenfreier und damit breit verwendbarer Bildungsmaterialien verbinden sich viele Chancen und Potentiale für die Lehrenden und Lernenden, die Bildungseinrichtungen und die Gesellschaft insgesamt.   

„Offene Bildungsmaterialien leisten einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe. Sie können die Lehrenden dabei unterstützen, flexibel und individueller auf den Kompetenzstand, die Lerngeschwindigkeit oder den Lerntyp der Schülerinnen und Schüler sowie der Studierenden einzugehen. Sie erleichtern auch die Kooperation zwischen Lehrenden über die Grenzen von Institutionen und Bildungsbereichen hinweg“, so der Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Konrad Wolf auf der Konferenz.

Besonderes Kennzeichen des Vorhabens ist das Einbeziehen von Schule, Hochschule und Weiterbildung. Mit OER@RLP wird eine übergreifende Initiative gestartet, die offenen Bildungsmaterialien stärkere Aufmerksamkeit und Präsenz im Bildungsalltag verleihen soll. OER@RLP hat durch die Beteiligung zentraler Einrichtungen in Rheinland-Pfalz einen besonders starken Hebel, Wirkung und Verbreitung zu entfalten. Damit verfolgt OER@RLP mittelbar das Ziel, die Bereitstellung und Entwicklung von offenen Bildungsmaterialien nachhaltig zu fördern, Chancen darzulegen und die Kenntnisse zu erweitern.

„Digitales Lehren und Lernen ist seit vielen Jahren ein bildungspolitischer Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz. Dabei geht es zum einen darum, alle Lehrende und Lernenden von der frühkindlichen Bildung bis hin zur Weiterbildung beim Erwerb und der Fortentwicklung ihrer digitalen Kompetenzen zu unterstützen. Zum anderen geht es natürlich auch um Ausstattung und um die Schaffung von Unterstützungsstrukturen“, so der Minister weiter. „Dabei steht nicht das technisch Machbare im Vordergrund sondern die Menschen. Es darum, die digitalen Möglichkeiten dort zu nutzen, wo es dem Pädagogischen dient oder Prozesse in den Einrichtungen vereinfacht“, sagte Minister Wolf.

Die Landesregierung hat im Herbst 2016 unter dem Titel „Der Digital Dialog - unser Weg zur Digitalstrategie“ ein breites, alle Politikbereiche umfassendes Dialogverfahren initiiert mit dem Ziel, eine abgestimmte, umfassende Digitalstrategie für Rheinland-Pfalz zu erarbeiten. Alle Bürgerinnen und Bürger sowie externe Expertinnen und Experten sind eingeladen, sich über das eigens eingerichtete Online-Portal mit ihren Wünschen, Ideen und Anregungen einzubringen und so an der Erarbeitung einer Digitalstrategie der Landesregierung zu beteiligen.