Beck/ Ahnen: Konjunkturpaket II kurbelt wichtige Denkmalschutzprojekte im Land an

Im Rahmen des Konjunkturpaketes II sollen insgesamt 6,5 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln in wichtige Projekte des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege des Landes investiert werden. Der Bund stellt dafür 3,25 Millionen Euro zur Verfügung, das Land Rheinland-Pfalz investiert - vorbehaltlich der Zustimmung des Landtages - ebenfalls 3,25 Millionen Euro.

„Denkmalschutz und Denkmalpflege gehören zu den tragenden Säulen der rheinland-pfälzischen Kulturpolitik. Es ist erfreulich und umso wichtiger, dass wir mit Hilfe des Konjunkturpaketes fünf national bedeutende Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz maßgeblich unterstützen können. Damit verstärken wir unser Engagement für die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege, denen wir auch weiterhin höchste Bedeutung beimessen werden“, kommentierten Ministerpräsident Kurt Beck und Kulturministerin Ahnen.

Schloss Malberg, Neues Haus, Kyllburg - 2 Mio. Euro
Mit den Mitteln des Konjunkturpaketes kann die Innen- und Außenrestaurierung des neuen Hauses unter fachlicher Begleitung der Landesdenkmalpflege abgeschlossen werden. Geplant sind unter anderem umfangreiche Steinmetzarbeiten und die Wiederherstellung der barocken Außenfarbigkeit. Im Jahr 2000 wurde die Anlage durch die Bundesregierung als Denkmal von „besonderer kultureller Bedeutung“ anerkannt. Bereits im Landeshaushalt stehen für 2009 und 2010 Landesmittel in Höhe von insgesamt 320.000 Euro zur Verfügung. Die Förderung erhöht sich nun durch die Mittel des Konjunkturpakets II auf insgesamt 2,32 Mio. Euro.

Burg Eltz, Münstermaifeld - 1,9 Mio. Euro
Die Burg Eltz gehört zu den anerkannt hochrangigsten Baudenkmälern Deutschlands und ist als eine der wenigen unzerstörten Burganlagen ein attraktiver Besuchermagnet. Die Mittel sollen für die Sanierung tiefgreifender Mauerrisse des spätgotischen Netzgewölbes im sogenannten Fahnensaal eingesetzt werden. Durch das Konjunkturpaket wird die umfassendste Sanierung seit Beginn des 20. Jahrhunderts möglich. Die Förderung des Landes in Höhe von 950.000 Euro erhöht eine bereits im Haushalt veranschlagte Förderung des Landes in Höhe von rund 1,6 Mio. Euro für die kommenden 10 Jahre.

Dom zu Worms - 1 Mio. Euro
Der Wormser Dom St. Peter ist das bedeutendste Bauwerk der Wormser Romanik. Durch die vorgesehene Förderung aus dem Konjunkturpaket können wichtige Maßnahmen insbesondere der Steinsanierung schneller vorangetrieben werden. Bei jährlich rund 800.000 Besuchern, die vor allem wegen des Domes nach Worms kommen, ist die Sanierung auch unter touristischen Aspekten von hoher Bedeutung.

Kurfürstliches Schloss zu Mainz - 800.000 Euro
Das ehemalige Kurfürstliche Schloss zu Mainz ist ein eindrucksvolles frühbarockes Baudenkmal, geprägt durch Stileinflüsse der Spätrenaissance. Bei Sanierungsarbeiten vor rund 20 Jahren musste der Nordflügel aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden. Die Mittel aus dem Konjunkturpaket setzen genau hier an. Vorgesehen sind Konservierungsarbeiten am Naturstein, die Restaurierung der hofseitigen Portale, Erneuerung der Fenster und Dachreparaturen.

Basilika Liebfrauen in Trier - 800.000 Euro
Die Basilika Liebfrauen zählt zu den beeindruckendsten gotischen Kirchen Deutschlands. Sie wurde 1986 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Aufgrund dringender Renovierungs- und Sanierungsarbeiten ist die Kirche seit 2008 geschlossen und steht nicht für liturgische, kirchenmusikalische oder touristische Zwecke zur Verfügung. Mit Hilfe der Mittel aus dem Konjunkturpaket kann die noch nicht abgeschlossene Innenrenovierung deutlich vorangetrieben werden.

Mit zinslosen Kommunaldarlehen in Höhe von bis zu insgesamt 800.000 Euro können Mainz und Kyllburg eigene Mittel vom Land vorfinanziert bekommen. Damit wird den Kommunen erleichtert, sich mit zusätzlichen eigenen Mitteln an den Maßnahmen zu beteiligen.