Beck / Ahnen: Eltern zahlen keine Beiträge mehr für Kindergarten

Mit dem heutigen Tag ist in Rheinland-Pfalz - als erstem Bundesland überhaupt - der Besuch des Kindergartens für alle Kinder zwischen 3 und 6 Jahren beitragsfrei. „Wir wollen, dass alle Kinder schon früh von den Bildungs- und Erziehungsangeboten in den Kindergärten profitieren können. Dass das Land die Kindergartenbeiträge von Eltern übernimmt, ist ein wesentlicher Beitrag zu mehr Chancengleichheit im Bildungssystem sowie eine wichtige Unterstützung für Familien. Und wir hoffen, dass dieses Beispiel bundesweit Schule macht.“ Das unterstrichen Ministerpräsident Kurt Beck und Bildungsministerin Doris Ahnen heute in Mainz.

Mit der kompletten Beitragsbefreiung des Kindergartens für 3- bis 6-Jährige in der klassischen Form werde ein weiterer Schritt in einem 2006 gestarteten Stufenplan abgeschlossen, merkte Doris Ahnen an. Für rund 29.000 Dreijährige zusätzlich übernehme das Land damit die Elternbeiträge für die Kindergärten. Seit Januar 2006 waren bereits die Elternbeiträge für die Kinder im letzten Kindergartenjahr und seit September 2008 die Beiträge für die Kinder im vorletzten Kindergartenjahr übernommen worden. Eine ähnliche Planung, die allerdings erst Anfang 2011 abgeschlossen sein werde, gebe es bislang nur im Bundesland Berlin. „Mit der Beitragsbefreiung für Zweijährige, der mit dem Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für diese Altersgruppe verbunden ist, wird Rheinland-Pfalz zum 1. August 2010 bekanntlich noch einen Schritt weiter gehen“, sagte die Bildungs- und Jugendministerin.

Die Eltern in Rheinland-Pfalz würden mit der Übernahme der Kindergartenbeiträge durch das Land um durchschnittlich 700 Euro pro Jahr entlastet, hielt der Ministerpräsident fest. Die Entlastung könne aber durchaus auch mehr als 1.000 Euro pro Jahr betragen. „Das ist ein wesentlicher und direkter Beitrag zur Unterstützung von Familien, der sofort spürbar ist. Insgesamt profitieren von der Beitragsfreiheit der Kindergärten jetzt die Eltern und Erziehungsberechtigten von mehr als 100.000 Kindern im Land“, unterstrich Kurt Beck abschließend.

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