Attraktivität der Alten Sprachen ist ungebrochen

Latein und Griechisch sind auch bei der aktuellen Schülergeneration noch „in“. Das hat erneut der Landeswettbewerb „Certamen Rheno-Palatinum“ für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe belegt. 659 Schülerinnen und Schüler waren zur ersten Runde des dreistufigen Wettbewerbs angetreten. Die besten 14 dieser Klausur-Runde und die sechs Preisträger der zweiten Wettbewerbsrunde, in der eine Hausarbeit erstellt wurde, sind heute im Regino-Gymnasium Prüm ausgezeichnet worden. Prof. Dr. Thomas Deufel, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, der die Siegerehrung vornahm, lobte: „Alle Preisträgerinnen und Preisträger haben gezeigt, wie gewinnbringend es sein kann, mit Originaltexten aus der Antike zu arbeiten, und wie kreativ man sich mit ihren Inhalten und den zu Grunde liegenden Denkstrukturen auseinandersetzen kann.“

Der vom Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Altphilologenverbandes (DAV) und vom Bildungsministerium getragene Wettbewerb findet seit 1991 jährlich statt. In der ersten Runde schreiben alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Klausur in Latein oder Griechisch. In diesem Jahr taten dies landesweit 659 Schülerinnen und Schüler. Von denjenigen, die dort erfolgreich waren, nahmen sich in der zweiten Runde immerhin 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine umfangreichere Hausarbeit vor, in der unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten gewählt werden konnten. In den vergangenen Jahren waren in der zweiten Wettbewerbsrunde bereits Reden geschrieben oder auch historische Literaturpassagen in Theaterszenen verwandelt worden. In diesem Jahr galt es unter anderem, journalistische Leitartikel aus der Sicht von zwei antiken Kriegsparteien auf der Basis eines Textes des Historikers Livius zu verfassen.

In der ersten Runde des Wettbewerbs winkten Geldpreise bis zu 250 Euro sowie Sachpreise, in der zweiten Runde Geldpreise bis zu 500 Euro. Die besten acht Teil-nehmerinnen und Teilnehmer des bisherigen Wettbewerbs stellen sich nun in der dritten Runde einem Kolloquium an der Universität Mainz. Bis zu drei von ihnen kön-nen bei einem Erfolg dort ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes erringen. Die Kolloquiumsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind:

Giulio Erbar, Rabanus-Maurus-Gymnasium Mainz
Stephan Roschinski, Regino-Gymnasium Prüm
Jonas Konstantin Mach, Sophie-Hedwig-Gymnasium Diez
Anne Radermacher, Albert-Schweitzer-Gymnasium Kaiserslautern
Jakob Rensinghoff, Görres-Gymnasium Koblenz
Anna Hendlinger, Sophie-Hedwig-Gymnasium Diez
Isabel Caspar, Theodor-Heuss-Gymnasium Ludwigshafen
Johannes Gorges, Kurfürst-Salentin-Gymnasium Andernach