Alle Möglichkeiten nutzen, frühzeitig in Berufe hinein zu schnuppern

„Projekttage wie der Girls‘ Day geben jungen Menschen die wichtige Möglichkeit, frühzeitig in verschiedene Berufsfelder hinein zu schnuppern. Dadurch können sie herausfinden, welcher Ausbildungsweg oder Studiengang für sie nach dem Schulabschluss infrage kommt. Insbesondere im sogenannten MINT-Bereich, der vielfältige Chancen und Perspektiven bietet, ist Frauenpower unerlässlich zur Sicherung des Fachkräftebedarfs. Am Girls‘ Day werden viele Mädchen ermutigt, entsprechende Ausbildungswege oder Studiengänge für sich in Erwägung zu ziehen und sich zuzutrauen“, betonte Bildungsministerin Vera Reiß heute bei einem Besuch der Ausbildungswerkstatt und des Physiklabors der SCHOTT AG in Mainz. Sie dankte dabei allen Betrieben, die den Girls‘ Day sowie viele weitere MINT-Projekte zur Nachwuchsförderung unterstützen und so jungen Menschen Perspektiven eröffnen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Die Angebote in den Betrieben seien dabei eng verzahnt mit der Berufs- und Studienvorbereitung und MINT-Förderung in den Schulen.

„Das rheinland-pfälzische Mentoring-Netzwerk des Ada-Lovelace-Projekt motiviert Mädchen und junge Frauen bereits seit 1997 Studiengänge und Berufe im MINT-Bereich zu ergreifen“, sagte die Bildungsministerin. Die Schulen im Land werden dabei unterstützt, naturwissenschaftlich-technische Schwerpunkte zu setzen. Als eines von wenigen Bundesländern hat Rheinland-Pfalz zudem Mindeststandards für die Berufs- und Studienorientierung verbindlich verankert. Dadurch wird sichergestellt, dass an allen weiterführenden Schulen ein übergreifendes Berufs- und Studienorientierungskonzept, das von einer Lehrkraft als Berufswahlkoordinatorin oder -koordinator betreut wird, die Zukunftsplanung der Jugendlichen unterstützt. Ganztagsschulen verfügen mit ihren erweiterten zeitlichen und pädagogischen Rahmenbedingungen über besonders gute Möglichkeiten zur vertieften Berufsorientierung. Dort werden u.a. Angebote wie „Werken für Mädchen“, „Wie repariere ich mein Mofa“, „Word mit Mädchen“, „Metallbearbeitung“ und „Holzbearbeitung“ organisiert. 

Bereits zum 15. Mal findet am 23.4. deutschlandweit der Girls‘ Day statt. Der Mädchenzukunftstag ist das weltweit größte Berufsorientierungsprojekt für Schülerinnen. Seit 2002 haben allein in Rheinland-Pfalz rund 80.000 Schülerinnen daran teilgenommen. Zeitgleich findet am 23.4. auch der Boys‘ Day statt, um Jungs für Berufe zu begeistern in denen der Männeranteil bisher noch gering, der Bedarf an Nachwuchskräften jedoch groß ist, etwa im sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Bereich.