Ahnen: Visionen für einen lebendigen Wissenschaftsstandort Rheinland-Pfalz entwickeln

Was sind die Fragen, die die Menschen in der Zukunft bewegen werden? Was sind die Herausforderungen, denen wir uns zukünftig in Bezug auf unser Lebensumfeld, die Familie, den Arbeitsplatz oder die Stadtentwicklung stellen müssen. Und welchen Beitrag kann die Wissenschaft bei der Beantwortung dieser wichtigen Fragen leisten?

Wissenschaftsministerin Doris Ahnen eröffnet am Montag gemeinsam mit dem Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel, dem Präsidenten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch, und dem Präsidenten der Fachhochschule Mainz, Prof. Dr. Gerhard Muth, eine Zukunftskonferenz, zu der rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, aber auch Bürgerinnen und Bürger, Studierende und Jugendliche ihr Kommen zugesagt haben.

„Ziel der Zukunftskonferenz ist es, gemeinsam die forschungspolitischen Stärken, Chancen und Visionen des Standortes Rheinland-Pfalz themenübergreifend herauszuarbeiten und eine Prognose zu wagen, wie die entsprechenden Anforderungen in Zukunft auch im Hinblick auf den demografischen Wandel aussehen können“, erklärt Ministerin Ahnen. „Rheinland-Pfalz ist als Wissenschaftsstandort mit einer breiten Profilbildung bereits sehr gut aufgestellt. Die besonderen Stärken gerade in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und einer sehr effizienten Verwaltung gilt es nun noch besser zu vernetzen, zu nutzen und dadurch zukunftsfähig zu gestalten. Uns ist dabei besonders wichtig, die Bürgerinnen und Bürger in diesen Prozess miteinzubeziehen“, betont Ministerin Ahnen.

Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur hat für diesen Anlass die innovative Veranstaltungsform der „Open-Space-Konferenz“ gewählt. Charakteristisch dafür ist die inhaltliche und formale Offenheit: Fest steht lediglich das Leitmotiv, konkrete Themen werden vor Ort von den Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmern selber definiert. Die Ergebnisse der Zukunftskonferenz werden im Nachgang dokumentiert und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Verfügung gestellt.

„Wir möchten die erarbeiteten Ergebnisse natürlich auch nutzbar machen. Exemplarisch dafür eignet sich die Bewerbung der Stadt Mainz als 'Stadt der Wissenschaft 2011' hervorragend“, so Wissenschaftsministerin Ahnen. Zentrale Thesen und Ergebnisse der Konferenz sollen in die Bewerbung der Stadt Mainz miteinfließen.

Der Mainzer Oberbürgermeister Jens Beutel erklärte dazu: „Die Landeshauptstadt ist ein attraktiver, international geachteter Hochschulstandort. Diesen guten Ruf wollen wir weiter ausbauen und uns damit einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil sichern. Der hohe Anteil Studierender macht Mainz zu einer jungen Stadt und ist eine Herausforderung für die kommenden Jahrzehnte. Die zentrale Frage ist, wie Forschung und Kommunalpolitik in der Stadtentwicklung, in Wirtschaft und Kultur noch enger als bisher zusammenwirken können. Ich freue mich auf den Gedankenaustausch hierzu im Rahmen der Zukunftskonferenz.“

„Mit ihrer Vielfalt, Dichte und dem hervorragenden Niveau wissensbasierter Einrichtungen überzeugt die Stadt Mainz über die Region hinaus national und international als Wissenschaftsstadt. Die Johannes Gutenberg-Universität versteht sich nicht nur als aktiver Teil der Landeshauptstadt - auch im Sinne unseres Namensgebers wollen wir auf möglichst vielfältige Weise zu einem lebendigen Wissenschaftsstandort Rhein-Main beitragen. Wir begrüßen daher die Möglichkeit, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern über die ‚Ressource Wissen‘ in unserer Region nachzudenken und damit weitere Impulse für gesellschaftliche Entwicklung und Wirtschaftswachstum in unserem Land zu geben“, sagt Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Der Präsident der Fachhochschule Mainz, Prof. Dr.-Ing. Gerhard Muth, ergänzt: „Die Fachhochschule Mainz wird sich mit ihrem vielfältigen Kompetenzfeldern an der Entwicklung von Zukunftsvisionen für die Stadt im Jahr 2030 engagiert einbringen.“

Die Zukunftskonferenz gebe darüber hinaus wertvolle Impulse, die von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ins ganze Land getragen werden können, so Ministerin Ahnen.