Ahnen: Eltern bei Versorgung mit Schulbüchern weiter entlasten

„Für die Landesregierung ist der weitere Ausbau der Unterstützung von Eltern, wenn es um die Anschaffung von Schulbüchern geht, eine wichtige Aufgabe, der sie sich auch permanent stellt.“ Das unterstrich Bildungsministerin Doris Ahnen heute im Landtag bei der ersten Beratung eines CDU-Gesetzentwurfs zur Einführung einer Lernmittelausleihe gegen Entgelt. Unabhängig von Überlegungen zu einer generellen Weiterentwicklung des Systems und für eine damit verbundene weitere finanzielle Entlastung von Eltern würden beispielsweise aktuell neue Regelungen für die Auswahl von Schulbüchern und die Festlegung von Schulbuchlisten in den Schulen erarbeitet. So solle unter anderem ein Schulbuchwechsel durch die Fachlehrer mit höheren Auflagen versehen und die Rolle der Schulbuchausschüsse, in denen auch Eltern vertreten sind, gestärkt werden. Die Vorgaben für die Schulbuchverlage, ein Schulbuch unverändert zu vertreiben, sollten deutlich verlängert werden und die lokale Kooperation von Schulen bei der Auswahl von Schulbüchern solle verstärkt werden.

Eine wirklich überzeugende Alternative zur jetzigen Unterstützung von Eltern beim Kauf von Schulbüchern müsse allerdings mehrere Voraussetzungen erfüllen, so die Bildungsministerin: „Erstens müssen mehr Eltern von Schülerinnen und Schüler als derzeit profitieren. Zweitens darf eine Entlastung der Elternschaft insgesamt nicht mit einer Mehrbelastung einkommensschwacher Familien verbunden sein. Drittens muss eine hohe Belastung der Schulen durch eine Weiterentwicklung des Systems ausgeschlossen sein. Und viertens muss das Unterstützungssystem im Alltagsbetrieb praktikabel sein.“ Unter diesen Prämissen werde eine Weiterentwicklung des Systems der Lernmittelhilfe in den nächsten Monaten intensiv weiter geprüft. Der heute im Landtag vorgelegte CDU-Gesetzentwurf beantworte diese Fragen nur unzureichend, hielt Doris Ahnen fest.