Ahnen: Betreuungsangebot für Schulkinder wird weiter ausgebaut

Eltern schulpflichtiger Kinder in Rheinland-Pfalz sollen künftig noch besser Familie und Beruf miteinander vereinbaren können. „Vor allem mit dem 2001 gestarteten Ganztagsschulprogramm, das neben einer Verbesserung der Bildungschancen für Kinder auch eine deutliche Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern brachte, und mit dem 2005 gestarteten Landesprogramm zur Unterstützung von Ferienangeboten für Kinder und Jugendliche durch Kommunen und freie Träger sind bereits wichtige Beiträge auf diesem Weg geleistet worden“, erinnerte Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen und kündigte an: „Diese Angebote zur Unterstützung von Eltern bei der Erziehung und Betreuung ihrer Kinder wollen wir jetzt weiter ausbauen. Ab dem kommenden Jahr soll es eine zusätzliche Landesförderung für Ferienprogramme in Kooperation von Ganztagsgrundschulen, ihren außerschulischen Partnern und den zuständigen Jugendämtern geben. Zusätzlich soll das vorhandene nicht kommerzielle Ferienbetreuungsangebot in Rheinland-Pfalz für Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Anbieter transparenter gemacht werden. Und das bislang in der Unterrichtszeit an vier Tagen pro Woche zwischen 8 und 16 Uhr garantierte Bildungs- und Betreuungsangebot an Ganztagsgrundschulen soll durch zusätzliche Fördermittel um ein Betreuungsangebot an den Freitagnachmittagen an Ganztagsgrundschulen erweitert werden.“ Knapp 250.000 Euro würden dafür 2010 vom Land zur Verfügung gestellt.

Gerade für Alleinerziehende oder für Elternpaare, in denen beide Partner einem Beruf nachgehen, sei es auch wichtig, dass ihre Kinder - zumindest für einen Teil der Schulferienzeit - in finanziell erschwinglichen Betreuungsmaßnahmen Platz fänden, fuhr die Ministerin fort. Über das Landesprogramm zur Förderung von Ferienprogrammen der kommunalen und freien Träger der Jugendhilfe seien in diesem Jahr mit 300.00 Euro an Landesmitteln 150 solcher mindestens zweiwöchiger Ganztagsmaßnahmen unterstützt worden. Mehr als 8.500 Kinder und Jugendliche nahmen an diesen Ferienprogrammen teil und mussten dafür maximal 5 Euro pro Tag zahlen. „Daneben fördert das Land allerdings auch Programme wie das von der Sportjugend organisierte Angebot ,Ferien vor Ort', die ,Waldferien für Kids' sowie Ferienbildungsangebote der Hochschulen, um nur einige Aktivitäten zu nennen. Und es gibt noch eine Vielzahl weiterer kostengünstiger Maßnahmen vor allem von Jugendverbänden und verschiedenen Trägern der Jugendhilfe. Diese Palette soll nun noch erweitert werden, indem Ferienprogramme, die Ganztagsgrundschulen gemeinsam mit ihren außerschulischen Partnern organisieren, gefördert werden“, betonte Doris Ahnen. Finanziert werde dies mit Hilfe der im kommenden Jahr um 25 Prozent auf dann 400.000 Euro steigenden Landesförderung für Ferienbetreuungsmaßnahmen.

Um vor allem Eltern, Kindern und Jugendlichen die Suche nach einem passenden Ferienangebot zu erleichtern, unterstütze das Land zudem ein Projekt des Landesjugendrings, das auf einer Internetplattform Ferienbetreuungsmaßnahmen in den Städten und Gemeinden landesweit sowie Ferienfreizeiten und Jugendreisen von nichtkommerziellen Anbietern vereinen solle. Die Plattform mit der Internetadresse www.ferienboerse-rlp.de solle Anfang Dezember online gehen, so dass Anbieter ihre Ferienprogramme für 2010 einstellen können, kündigte Bildungs- und Jugendministerin Ahnen an.