Ada Lovelace Projekt „Was ich will, das kann ich“ und Jugendkunstschule Altenkirchen öffnen ihre Türen

Im Rahmen seiner Sommerreise besucht Konrad Wolf, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur, Einrichtungen im ganzen Land, die sich in besonderem Maße dem Motto „Türen öffnen“ verschrieben haben. Seine heutige Tour, die auch gleichzeitig seine diesjährige Sommerreise eröffnete, führte ihn an die Universität in Mainz und in die Jugendkunstschule in Altenkirchen.

An der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz besuchte er das Sommerferien-Programm „Glow in the dark“ des Ada Lovelace-Projekts (ALP) mit dem Mädchen für Naturwissenschaften begeistert werden. Maximal 12 Teilnehmerinnen aus den Klassen 5 bis 7 werden von ihren Mentorinnen, die selbst ein Studium im MINT-Fachbereich absolviert haben, informiert und beraten. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. In genau diesen Berufsfeldern ist der Frauenanteil noch immer gering. Das liegt daran, dass viele junge Frauen sich trotz vorhandenen Interesses und Talents scheuen, ein Studium oder eine Ausbildung in diesen Bereichen zu beginnen.
 
„Um mehr Frauen für die sogenannten MINT-Studiengänge und die entsprechenden akademischen Positionen zu gewinnen, muss man früh ansetzen. Man muss ihnen die Türen öffnen, sie gezielt über mathematisch-naturwissenschaftlich-technische Studiengänge und Ausbildungsberufe informieren und sie dafür begeistern. Genau das tut dieses bundesweit einmalige Projekt. Junge Frauen werden ermutigt, sich für Berufsfelder mit guten Arbeitsmarktperspektiven zu entscheiden. Wir brauchen vielfältig ausgebildete junge Frauen dringend!“, betont Wissenschaftsminister Konrad Wolf.

Das Ada Lovelace Projekt „Was ich will, das kann ich“ besteht in Rheinland-Pfalz erfolgreich seit 21 Jahren. In den landesweit 10 Koordinierungsstellen des Ada-Lovelace-Projektes (ALP) werden jährlich im Durchschnitt zwischen 6.000 und 7.000 Schülerinnen informiert und in ihrer beruflichen Orientierung unterstützt. Das Projekt wird u.a. seitens des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur unterstützt;  2017 mit einem Beitrag in Höhe von 200.000 Euro.

Als zweite Türöffner-Station der Sommerreise machte Kulturminister Wolf in der „Kreativwerkstatt - Jugendkunstschule  Altenkirchen“ Halt und ließ sich im Comiczeichenkurs für Anfänger und Fortgeschrittene Tipps und Tricks der Manga- und Comic-Kunst zeigen. Die Jugendkunstschule Altenkirchen ist seit 2008, dem Start des Jugendkunstschulprogramms, bei der Initiative des Landes dabei und wurde aufgrund ihrer herausragenden Arbeit in 2018 seitens des Kulturministeriums als „Jugendkunstschule Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet. Der Schwerpunkt der kreativen Arbeit liegt auf der bildenden Kunst unter Einsatz unterschiedlichster Materialien und Formate. Hinzu kommen weitere Angebote wie z. B. Theaterwerkstatt oder kreatives Schreiben. Die Jugendkunstschule führt das ganze Jahr über Kurse und Workshops mit verschiedenen Akteuren durch, wie Kindergärten, Schulen und außerschulischen Trägern.

„Ich möchte, dass begabte Menschen ihren individuellen Weg gehen können, ihnen die Türen öffnen. Kinder und Jugendliche sollen noch mehr Unterstützung erhalten, ihre Neigungen und Qualifikationen zu entwickeln und sich neue Horizonte zu eröffnen. Die Jugendkunstschulen haben sich in den vergangenen zehn Jahren zu einem wichtigen Baustein für die kulturelle Bildung in unserem Land entwickelt. Sie ermöglichen es, Kinder und Jugendliche möglichst früh an die verschiedenen Formen von Kunst und Kultur heranzuführen und bieten diesen gleichzeitig die Chance, eigene Talente unter professioneller Anleitung zu entfalten,“ führt der Minister beim Besuch der Kurse und der Vorstellung der Projekte in der „Kreativwerkstatt - Jugendkunstschule  Altenkirchen“ aus.
 
Auf Basis jährlich eingereichter Anträge wird die Jugendkunstschule mit Landesmitteln gefördert. Für das aktuelle Jahr erhielt sie 23.000 Euro. In 2018 haben insgesamt 27 Einrichtungen eine Förderung aus dem Jugendkunstschulprogramm erhalten. 300.000 Euro stehen im Haushaltsjahr 2018 hierfür insgesamt zur Verfügung.