47 neue Projektschulen für mehr Medienkompetenz

Das Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ wird auch 2015 weiter ausgebaut. „47 Projektschulen können jetzt neu in das Landesprogramm aufgenommen werden. Damit steigt die Zahl der Schulen, die im Bereich der Medienbildung auf diesem Weg ganz gezielt unterstützt werden, auf insgesamt 550 Schulen.“ Das kündigte Bildungsministerin Vera Reiß heute in Mainz an und ergänzte: „Die digitale Welt ist fester Bestandteil der Lebenswelt unserer Schülerinnen und Schüler. Es ist daher wichtig, dass sie sich in der Schule mit den Möglichkeiten der neuen Medien vertraut machen und sich damit auch kritisch auseinandersetzen.“ Für das Landesprogramm werden im laufenden Haushaltsjahr 1,5 Millionen Euro bereitgestellt.

Neben einer ganzen Reihe von Bausteinen für den Unterricht und die Elternarbeit, für die Medienkompetenzerziehung von Schülerinnen und Schülern und die Weiterbildung von Lehrkräften umfasst das Landesprogramm insbesondere auch eine Unterstützung der Ausstattung von Schulen mit moderner Hard- und Software, die im Grundsatz Sache der Schulträger ist. Bildungsstaatssekretär Hans Beckmann, der in Vertretung der Ministerin auf der iMedia, der größten Lehrerfortbildungsveranstaltung für Medienkompetenz, den neuen Projektschulen ihre Aufnahmeurkunde überreichte, unterstrich, 23 der neuen Projektschulen würden mit Tablets ausgestattet, damit seien an mehr als 60 rheinland-pfälzischen Schulen Tablets im unterrichtlichen Einsatz.

Medienkompetenz macht Schule in Stichworten

Das Lehren und Lernen mit digitalen Medien wird seit Beginn des Landesprogramms im Jahr 2007 konsequent mit Fort- und Weiterbildungen von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und deren Eltern in den Bereichen Mediennutzung, digitales Lernen, Jugendmedienschutz und Datenschutz begleitet. Zusätzlich zu der Ausstattungsinitiative, mit der bislang mehr als 1.200 Interaktive Whiteboards und über 10.000 Notebooks sowie in letzter Zeit auch Tablet-PCs den Schulen bereitgestellt worden sind, wurden:

  • knapp 1.900 Schülerinnen und Schüler an 117 Schulen als „Medienscouts“ für ihre Mitschülerinnen und -schüler ausgebildet;
  • mehr als 2.400 Lehrkräfte zu Jugendmedienschutzberaterinnen und -beratern weiterqualifiziert;
  • rund 53.000 Lehrkräfte für den Medieneinsatz im Unterricht fortgebildet;
  • mehr als 43.000 Eltern in Informationsveranstaltungen zu Fragen des Jugendmedienschutzes, des Daten- und Verbraucherschutzes informiert – noch in diesem Jahr wird die 1.000 Elterninformationsveranstaltung durchgeführt;
  • der MedienkomP@ss eingeführt und in 350 Grundschulen und weiterführenden Schulen bereits eingesetzt;
  • die Nutzerzahlen der landeseigenen Lernplattform moodle@RLP auf mehr als 77.000 Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gesteigert;
  • mehr als 13.000 Medien und Medienbausteine stehen auf dem Medienportal OMEGA allen Lehrkräften zum unterrichtlichen Einsatz zur Verfügung;
  • das Verhältnis Schülerinnen und Schüler pro PC bzw. Notebook/Tablet auf 5,9:1 verbessert (Bundesdurchschnitt: 11,6:1).

Mehr Informationen im Internet unter: http://medienkompetenz.rlp.de