Verlängerung bis 2026: Erfolgreiche Kooperation zwischen Museumsverband Rheinland-Pfalz e. V. und Landesregierung wird fortgesetzt

Der Museumsverband Rheinland-Pfalz e. V. ist ein wichtiger Ansprechpartner für die nichtstaatlichen Museen im Land. Bereits seit 2001 arbeiten der Verband und die Landesregierung Rheinland-Pfalz auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages gemeinsam daran, die Museumslandschaft in Rheinland-Pfalz weiterzuentwickeln. Diese erfolgreiche Kooperation zwischen dem Verband und dem Kulturministerium wird nun um weitere fünf Jahre bis 2026 verlängert. Den Vertrag unterzeichnete Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf zusammen mit der Vorsitzenden des Museumsverbandes, Dr. Elisabeth Dühr, in Mainz.

„Rheinland-Pfalz ist ein Museumsland. Über 450 Museen in unterschiedlichsten Trägerschaften öffnen die Türen zur Kultur in Rheinland-Pfalz. Der Museumsverband Rheinland-Pfalz hat sich seit 2001 als wichtiger Partner für eine starke Museumslandschaft in unserem Land bewährt. Gerade auch in der Corona-Krise wird deutlich, wie wichtig der Verband als professionelles Beratungsorgan für nichtstaatliche Museen ist. Das Land finanziert den Museumsverband und unterstützt damit die wichtige Verbandsarbeit. Der Verband trägt mit seiner Vorsitzenden Frau Dr. Dühr und seiner Geschäftsführerin Frau Scheeder entscheidend dazu bei, unsere reiche Museumlandschaft zu professionalisieren und weiterzuentwickeln“, betonte Kulturminister Prof. Dr. Konrad Wolf.

Die Vorsitzende des Museumsverbands, Dr. Elisabeth Dühr, unterstrich die Bedeutung der Verbandsarbeit: „Zunächst ist die Verlängerung des Kooperationsvertrags ein Zeichen der Wertschätzung der Arbeit des Museumsverbands. Als Beratungseinrichtung für die nichtstaatlichen Museen aber auch für das Ministerium leistet der Verband seit Jahrzehnten wertvolle Arbeit für die Professionalisierung der rheinland-pfälzischen Museumslandschaft. Gerade das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig die Zukunftsaufgabe Digitalisierung für die Museen im Hinblick auf die Mammutaufgabe Sammlungserschließung und die Entwicklung neuer Formate im Bereich der Vermittlung ist. Hier konnte und kann der Verband wertvolle Hilfestellungen gerade für die kleineren Einrichtungen leisten, verbunden mit der Beratung im Bereich Projektförderung. Wir hoffen, dass der Verband in Zukunft seine Aufgabe als zentrale Beratungseinrichtung der Museen noch wird ausbauen können und im Aufgabenfeld Digitalisierung weitere Unterstützung erhält.“

Die vielfältige Museumsszene in Rheinland-Pfalz verfügt über 450 nichtstaatliche Museen. Diese befinden sich zum Teil in kommunaler Trägerschaft einer Ortsgemeinde, einer Stadt sowie eines Landkreises oder werden durch Privatpersonen und ehrenamtliches Engagement getragen. Die besondere Struktur der rheinland-pfälzischen Museumsszene erfordert professionelle Beratungs- und Unterstützungsangebote. So unterstützt der Museumsverband die nichtstaatlichen Museen unter anderem durch Fortbildungen bei der Erarbeitung geeigneter Ausstellungskonzepte. Auch die Fördermittelbeantragung wird durch den Museumsverband begleitet, der als Mittler zwischen den Museen und dem Ministerium fungiert.

Die Zusammenarbeit mit dem Museumsverband hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt. Das Beratungs- und Fortbildungsangebot wird von zahlreichen Museen im Land genutzt. Auch bei neueren thematischen Schwerpunktsetzungen, wie etwa im Bereich der Digitalisierung, ist der Museumsverband ein kompetenter und inzwischen unverzichtbarer Partner geworden. Für die Periode 2021-2026 wird neben Fortbildungen und der Unterstützung von Neukonzeptionen und Ausstellungen daher ein Schwerpunkt auf Fördermaßnahmen zur digitalen Erschließung und Darstellung von Sammlungen liegen.

„Die Digitalisierung des Kulturellen Erbes ist von großer Bedeutung. In der aktuellen Corona-Pandemie ist eine digitale Sammlung eine der wenigen Möglichkeiten einer gesellschaftlichen Teilhabe an Museumskultur. So öffnet das Museumsportal ‚Museum.Digital.rlp‘ online die Türen zu den rheinland-pfälzischen Museen auch über die Landesgrenzen hinaus. Der Verband engagiert sich bereits seit vielen Jahren für die digitale Sammlungserfassung und konnte bereits über 70 Museen in Rheinland-Pfalz dabei unterstützen. Das sind über 27.000 eingestellte Objekte aus 575 Sammlungen. Ich freue mich, dass dieses erfolgreiche Projekt nun gemeinsam mit der Landesregierung fortgesetzt werden kann“, so der Kulturminister. 

Der 1992 gegründete Museumsverband Rheinland-Pfalz e. V. ist die Interessensvertretung der Museen in Rheinland-Pfalz. Er nimmt Aufgaben des Landes bei der Beratung und Fortbildung für die nichtstaatlichen Museen im Land wahr.