TUFA Trier erhält neue Freilicht-Bühne – Land übernimmt Eigenanteil von über 9.000 Euro

Die Corona-Pandemie macht Kulturveranstaltungen im Freien noch attraktiver. Das soziokulturelle Zentrum Tuchfabrik Trier kann den kommenden Sommer mit einer eigenen, mobilen Freilicht-Bühne starten. Die Anschaffung wird durch das Förderprogramm „NEUSTART“ des Bundes mit ca. 84.000 Euro unterstützt. Die rheinland-pfälzische Landesregierung übernimmt den Eigenanteil von über 9.000 Euro.

„Wir wollen die Kultur wieder möglich machen. Daher unterstützen wir als Landesregierung gerne die Anschaffung der mobilen Freilicht-Bühne. Die eigene Infrastruktur gibt der TUFA mehr Möglichkeiten, ihr Programm mit Künstlerinnen und Künstlern im Freien coronakonform zu veranstalten. Der Verein kann so mehr Kulturprojekte durchführen und flexibler reagieren“, so Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur. „Wir freuen uns, dass wir mit der Übernahme des Eigenanteils die Förderung durch das Bundesprogramm möglich gemacht haben.“

Die Tuchfabrik Trier erweitert neben der Anschaffung der Bühne auch die damit verbundene technische Ausstattung. So werden ein Mischpultsystem, Beschallungssystem und Beleuchtung ebenfalls mit der NEUSTART-Förderung angeschafft. Zusätzlich werden Plexiglas-Wände für Chor- und Musicalprojekte erworben und die WLAN-Infrastruktur im historischen Gebäude verbessert.

Da ihr coronabedingt Einnahmen weggebrochen sind, hätte die TUFA ihren Eigenanteil für diese Investitionen nie aufbringen können. „Das Land wird uns so einen hoffentlich kulturell ‚heißen Sommer‘ unter freiem Himmel bescheren“, sagt Klaus Reeh, Vorsitzender der TUFA, „den wir mit Elan und neuen Ideen gestalten wollen. Was eigentlich schon seit langem geplant war, aber nie hat umgesetzt werden können, können wir so endlich in Angriff nehmen. Die TUFA wird damit nicht nur mobiler, sondern auch innovativer, kurz zukunftsfähiger“, betont Klaus Reeh. „Die Investitionen versetzen die in der TUFA engagierten Kulturschaffenden in die Lage ihr kreatives Potenzial ausnutzen zu können und ihrem Publikum neue Angebote zu machen.“

Das Land hatte im Juli 2020 angekündigt, Eigenanteile der rheinland-pfälzischen Kultureinrichtungen bei Förderungen durch das Bundesprogramm „NEUSTART“ zu übernehmen. Ziel war es, so mehr Förderungen für rheinland-pfälzische Kultureinrichtungen zu ermöglichen. „Wir wollen, dass möglichst viele Kultureinrichtungen aus Rheinland-Pfalz von diesem Bundesprogramm profitieren können. Wir werden daher den vorgesehenen Eigenanteil für die Einrichtungen übernehmen. Damit wollen wir denjenigen eine Hürde nehmen, für die der Eigenanteil schwierig zu erbringen gewesen wäre“, sagte Kulturminister Konrad Wolf damals.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die TUFA Trier Förderungen aus dem Landesprogramm „Im Fokus. 6 Punkte für die Kultur“ erhalten. So wurde die Produktion „Der Untergang der Titanic - ein theatrales online Versepos nach Hans Magnus Enzensberger“ mit 10.000 Euro aus der Maßnahme 4 „Neue Medien in der Kultur“ durch das Land gefördert.