Platz 5 für Rheinland-Pfalz bei dualem Studium – Land fördert 6 neue duale Studiengänge mit 600.000 Euro

Mit dem Ausbau dualer Studienangebote leistet die Landesregierung einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Rheinland-Pfalz. Daher fördert sie die Einrichtung neuer dualer Studiengänge mit jeweils 100.000 Euro. Für sechs neue duale Studiengänge wird das Wissenschaftsministerium nun eine Anschubfinanzierung von insgesamt 600.000 Euro zur Verfügung stellen. Damit wird das Angebot in Rheinland-Pfalz zukünftig auf 80 Studiengänge steigen.

Voraussetzung für die Zuweisung der finanziellen Mittel ist, dass von Seiten der Landeskommission für duale Studiengänge eine Förderempfehlung ausgesprochen wird.  Die Landeskommission für duale Studiengänge, die sich aus staatlichen, studentischen, gewerkschaftlichen und unternehmerischen Mitgliedern sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kammern zusammensetzt, hat den gesetzlichen Auftrag, Empfehlungen für die Einrichtung und Ausgestaltung dualer Studiengänge zu geben. Die Hochschulen Bingen, Trier und Worms haben ihre neuen Studienangebote in der heutigen Sitzung der Landeskommission vorgestellt; die Landeskommission hat sich mehrheitlich für eine Förderung der neuen Studiengänge ausgesprochen.

„Über die heutige Entscheidung der Landeskommission für duale Studiengänge, die Förderung der neuen Studiengänge zu empfehlen, habe ich mich sehr gefreut. Die finanzielle Unterstützung zeigt die großen Anstrengungen des Landes, immer mehr jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ein Studium und eine berufliche Ausbildung bzw. betriebliche Praxisphasen in einem Unternehmen aufzunehmen. Das stärkt die Fachkräftesicherung in unserem Land“, erklärte Wissenschaftsminister Wolf.

Das Angebot der dualen Studiengänge in Rheinland-Pfalz wird sukzessive und entsprechend dem aktuellen Bedarf ausgebaut. Dies zeigt sich am Beispiel des neuen dualen Studienganges „Klimaschutz und Klimaanpassung“ der Technischen Hochschule Bingen: Dieser Studiengang befasst sich mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels sowie den Anpassungsstrategien. Das naturwissenschaftliche Studium bindet Themen wie Klimatologie, Ökologie und Umweltschutz ein. In den Praxisphasen arbeiten die Studierenden an einem Thema aus den Bereichen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in einem Unternehmen, einem Forschungsinstitut, einer Behörde oder einem Ingenieurbüro. Je nach Praxispartner ist eine individuelle Schwerpunktsetzung, zum Beispiel Klimaszenarien und -modelle, Abfallentsorgung oder Klimaschutz in der Landwirtschaft möglich. 

Zukünftig soll das duale Studienangebot um duale Masterangebote und anwendungsorientierte Promotionen erweitert werden. Bei anwendungsorientierten Promotionen kommen zusätzlich zu den Universitäten, Unternehmen als weitere Partner hinzu. 

Nach einer aktuellen Studie des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) liegt Rheinland-Pfalz beim Anteil der Studienanfängerinnen und -anfängern in dualen Studiengängen im Ländervergleich im oberen Drittel. So konnte sich Rheinland-Pfalz beim Ranking um einen Rang auf Platz 5 verbessern. „Das wir im bundesweiten Vergleich so gut abschneiden, zeigt, dass wir mit den Maßnahmen zum Ausbau der dualen Studiengänge auf einem erfolgreichen Weg sind“, unterstreicht Wolf.

Die jetzt neu geförderten Studiengänge sind:

Technische Hochschule Bingen:                      

- Klimaschutz und Klimaanpassung

Hochschule Trier:                                            

- Bauingenieurwesen

Hochschule Worms:                                          

- Digital Business Management
- Global Trade Management
- Tourism and Travel Management
- Wirtschaftsinformatik