Minister Wolf startet „Türöffner-Tour 2020“ in Cochem, Koblenz und Höhr-Grenzhausen

Zum dritten Mal in Folge reist Staatsminister Konrad Wolf unter dem Motto „Türen öffnen“ durch Rheinland-Pfalz und besucht wissenschaftliche Einrichtungen, kulturelle Projekte und Persönlichkeiten. Viele von diesen haben in der Corona-Pandemie ihre Arbeit anpassen müssen. Das Land hat mit dem Sofortprogramm für die Digitalisierung an den Hochschulen und dem Kulturprogramm „Im Fokus. 6 Punkte für die Kultur“ hierbei nachhaltig unterstützt. Heute fiel der Startschuss für die „Türöffner-Tour 2020“.

Das Apollo-Kino ist seit 1952 ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens in Cochem und ein zentraler Treffpunkt für Kinofreunde eines kulturell herausragenden Filmprogramms. Dafür wurde das Apollo-Kino in den vergangenen Jahren im Rahmen des Kinoprogrammpreises Rheinland-Pfalz mehrfach ausgezeichnet. Ebenso für sein Kinder- und Jugendfilmprogramm. „In Rheinland-Pfalz gibt es neben großen Kinoketten viele Filmtheater und Programmkinos auch in den ländlichen Regionen. Es sind Kinos, die den Mut haben, unabhängig von der Vermarktungsmaschinerie der großen Filmverleiher, filmische Kunstwerke zu zeigen. Das hat uns in der Zeit des langen Lockdowns sehr gefehlt. Ich freue mich, dass wir mit der schrittweisen Öffnung endlich wieder Kinoerlebnis genießen können, wenn auch unter Auflagen. Um unsere Kinos in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie und der damit verbundenen existentiellen Herausforderungen bestmöglich zu unterstützen, haben wir eine Förderlinie im Rahmen der Maßnahme 5 ‚Programmkinos stärken‘ aufgelegt. Unsere Programmkinos sind die Garanten für ein anspruchsvolles Kinoprogramm und tragen mit ihrem Engagement zur kulturellen Vielfalt im Land bei“, so Wolf. „Ich freue mich, dass die Türen des Apollo-Kinos in Cochem ab dem 8. August wieder geöffnet sind.“

Das Rechenzentrum der Hochschule Koblenz ist Teil des Gemeinsamen Hochschulrechenzentrums Koblenz (GHRKO), das 1976 als gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der damaligen Fachhochschule Rheinland-Pfalz, Abt. Koblenz und der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz gegründet wurde. Zu den Aufgaben des GHRKO gehören u.a. die Deckung des EDV-Bedarfs der beiden Hochschulabteilungen sowie die Information und Beratung der Benutzer. „In Zusammenarbeit mit dem Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz sicherte das Gemeinsame Rechenzentrum den guten Verlauf des digitalen Sommersemesters an den beiden Koblenzer Hochschulstandorten“, sagte der Wissenschaftsminister beim Besuch in Koblenz. „Die Hochschule Koblenz und ebenso der Koblenzer Campus der Universität Koblenz-Landau konnten 90 Prozent der Lehrveranstaltungen digital anbieten. Rechenzentrum und Hochschulen haben eine hervorragende Leistung gezeigt. Die Corona-Pandemie beschleunigt die Digitalisierung an den Hochschulen. Das gilt es weiter zu unterstützen. Über den laufenden Hochschulpakt werden wir daher weitere Maßnahmen der Digitalisierung mit insgesamt 5,5 Mio. Euro fördern.“

Die Keramikerin Kyra Spieker lebt und arbeitet in Höhr-Grenzhausen, einem Ort, der für keramisches Arbeiten weit über die deutschen Grenzen hinaus bekannt ist.
Einige der Arbeiten von Kyra Spieker sind bereits im Rahmen von Kunst am Bau-Wettbewerben in Rheinland-Pfalz realisiert worden. Als freischaffende Künstlerin war sie während der vergangenen Monate wie viele Soloselbständige von der Corona-Pandemie besonders betroffen. „Viele freischaffende Künstlerinnen und Künstler, wie auch die übrigen Selbständigen im Kultur- und Kreativbereich hatten durch die Absage von Veranstaltungen keine Arbeit und damit auch kein Einkommen mehr. Um die Kultur in unserem Land zu unterstützen und sie in die Lage zu versetzen kreativ mit den Auswirkungen der Pandemie umzugehen, haben wir ein mit 7,5 Millionen Euro ausgestattetes Stipendienprogramm ins Leben gerufen. Kulturschaffende haben so die Möglichkeit Arbeitsstipendien in Höhe von jeweils 2.000 Euro zu erhalten“, unterstrich der Kulturminister beim Besuch des Ateliers von Kyra Spieker. Dank der Förderung für Soloselbständige im Rahmen des Förderprogramms „Im Fokus. 6 Punkte für die Kultur“ konnte die Künstlerin großformatige filigrane Metallobjekte umsetzten, die sie bereits als Skizzen erarbeitet hatte.