Internationaler Museumstag 2020: Kulturminister Konrad Wolf und Staatssekretär Denis Alt besuchen rheinland-pfälzische Museen

„Das Museum für alle: Museen für Vielfalt und Inklusion“ – unter diesem Motto fand am 17. Mai 2020 – trotz Coronakrise – der Internationale Museumstag statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung haben Kulturminister Konrad Wolf und Staatssekretär Denis Alt rheinland-pfälzische Museen besucht. Der Minister besichtigte das Arp Museum Bahnhof Rolandseck und der Staatssekretär das Hunsrück-Museum in Simmern.

„Der Internationale Museumstag findet jährlich statt, und noch nie war es so wichtig, auf die Vielfalt unserer Museen hinzuweisen wie während der Corona- Pandemie. Das Arp Museum ist hier ein Vorbild. Mit ihrem Blog #ARPALLEINZUHAUS haben sie während des Shutdowns ein digitales Programm angeboten und Kulturinteressierten Einblicke in die Ausstellungen geboten. So waren sie trotz Corona-Pause präsent und machten Kultur erlebbar. Seit diesem Dienstag sind die Museumspforten wieder offen. Die Ausstellung zu Salvador Dalí und Hans Arp lohnen einen Besuch“, so Kulturminister Konrad Wolf, der auch Kuratoriumsvorsitzender der Landes-Stiftung Arp Museum ist.

Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck präsentiert in seiner Sammlung über 400 Werke des Künstlerpaares Hans Arp und Sophia Taeuber Arp und ist weltweit das einzige Museum, dass sich den beiden Kunstschaffenden widmet. Der aufwendig sanierte Bahnhof Rolandseck war 2007 eingeweiht worden und seitdem finden immer wieder spannende und gut durchdachte Ausstellungen darin ihren Platz. Mit der Förderung des INK-Programms 2020 kann eine Neupräsentation der Landessammlung konzipiert werden.   

„Es ist wichtig, dass die Museumslandschaft in Rheinland-Pfalz so vielfältig bleibt, wie sie ist. Ein schönes Beispiel hierfür ist das Hunsrück-Museum, das dem Lebenswerk des Malers Karl Friedrich Ströher (1876–1925) eine Ausstellung widmet. Der Internationale Museumstag ist ein wichtiger Anlass, um auf die in ganz Rheinland-Pfalz ausgestellten Sammlungsstücke und ihre thematische Vielfalt aufmerksam zu machen“, sagt Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur.

Das Hunsrück-Museum in Simmern bietet vielseitige Einblicke in Land, Leben und Leute der Region. Themen wie die Geschichte des Landjudentums, die Auswanderungsbewegungen aus der Region nach Brasilien im 19. und 20. Jh. und deren filmische Rezeption in den Heimat-Filmen des Regisseurs Edgar Reitz oder der Mythos des berühmten Räubers Schinderhannes nehmen die Besucherinnen und Besucher mit auf eine faszinierende Zeitreise durch die Geschichte des Hunsrücks.

Seit dem 13. Mai dürfen die rheinland-pfälzischen Museen wieder Besucherinnen und Besucher empfangen. Um Infektionen mit dem COVID-19 Virus zu vermeiden, waren sie zeitweise geschlossen worden. Mit abgestimmten Schutz- und Hygienekonzepten konnte der Besuchsbetrieb eingeschränkt wiederaufgenommen werden. Diese Einschränkungen führten dazu, dass das Programm des Museumstages nicht wie gewohnt stattfinden konnte. Die Museen reagierten auf die Krise und verlagerten ihre geplanten Angebote soweit es möglich war auf ihre Onlineportale.

Der Internationale Museumstag wird jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM ausgerufen. In Deutschland zeichnet sich der Deutschen Museumsbund e. V. verantwortlich für die Koordination. Ziel des Tages ist es, auf die Bedeutung und Vielfalt der Museen weltweit aufmerksam zu machen. Deutschland verfügt über 6.500 unterschiedliche Museen, davon über 500 in Rheinland-Pfalz. Der Eintritt ist an diesem Tag in der Regel frei.