Die Rheinfels Saga kommt zurück: Wiederaufnahme des Kultursommer-Erfolgsstücks im Mittelrheintal

Von 1998 bis 2004 wurde die „Rheinfels Saga“ über fünfzig Mal aufgeführt. Das multimediale Theaterstück, eine Zeitreise von 1300 Jahren Geschichte um die Burg Rheinfels am Mittelrhein, war sieben Jahre lang ein Publikumsrenner im Programm des Kultursommers Rheinland-Pfalz. 2020 wird es ein Wiedersehen geben.

Im August 2020 wird das Stück des unvergessenen Schriftstellers Leonhard Reinirkens, nach einer Idee von Kultursommer-Geschäftsführer Jürgen Hardeck mit zusätzlichen Texten von Manfred Maurenbrecher sowie Musik von Richard Wester, zu erleben sein. Wie auch schon in früheren Jahren, wird die „Rheinfels Saga“ in der 1245 erbauten und 1796/97 zerstörten weitläufigen Ruine der Burg Rheinfels oberhalb von St. Goar aufgeführt werden. Die Rheinfels war unter dem Geschlecht der Grafen von Katzenellenbogen eine der prächtigsten Burgen im gesamten deutschen Reich.

Kulturminister Prof. Konrad Wolf unterstreicht: „In diesem Jahr gab es eine überaus erfolgreiche Wiederaufnahme von ‚Heimwärts in die Fremde‘, dem Erfolgsstück des Chawwerusch-Theaters aus dem Jahr 1995. 2020 wollen wir einen weiteren Publikumsliebling wiederaufleben lassen: die ‚Rheinfels Saga‘. Mit den Mitteln des Theaters, mit Licht und Ton und mit pyrotechnischen Effekten wird die Geschichte der Burg Rheinfels und der umliegenden Region inszeniert und die Besucherinnen und Besucher begeben sich auf eine ‚Zeitreise‘. Die Realisierung der Rheinfelssaga wird das vielfältige kulturelle Angebot der Welterberegion in diesem Jahr mit einem weiteren Highlight bereichern. Auch bereits im Hinblick auf die Bundesgartenschau 2029.“

Geplant sind sieben Theateraufführungen sowie öffentliche Generalproben in der Zeit vom 6.-9. August sowie vom 20.-23.August 2020. Ein Großteil der „alten Truppe“ um den Musiker Richard Wester ist wieder dabei, ergänzt um einige neue Gesichter und Komparsen aus der Region. Die Projektleitung hat Claudia Schwarz (St. Goar), die auch schon damals verantwortlich mitorganisiert hat.

St. Goars Bürgermeister Falko Hönisch freut sich: „Die Menschen hier sprechen noch immer von diesem Stück und Gäste fragen danach. Die Theateraufführungen werden das kulturelle Angebot bereichern und neue Gäste in die Region locken. Daher freue ich mich sehr, dass der Kultursommer Rheinland-Pfalz uns die Chance gibt, es 2020 wieder zu zeigen.“ Die Stadt St. Goar erhält dazu vom Land eine Förderung von 50 Prozent der Gesamtkosten von voraussichtlich etwas mehr als 160.000 Euro. Sollte die Wiederaufnahme auf ein großes Echo stoßen, wollen Stadt und Land über eine Fortsetzung 2022 nachdenken.