Ausbau der Pflege-Ausbildung: Sieben neue Professuren in Trier und Ludwigshafen

Die Landesregierung stärkt die Ausbildung der Gesundheits- und Pflegeberufe an der Universität Trier und der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen (HWG). Die Universität Trier erhält fünf zusätzliche Professuren, die Hochschule in Ludwigshafen zwei. Dies gab Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf heute auf einer Pressekonferenz in Trier bekannt.

„Wir wollen mit dem Ausbau der Studienangebote weitere, hochqualifizierende Ausbildungskapazitäten schaffen und dem steigenden Bedarf an Pflege-Fachkräften Rechnung tragen“, erläutert Wissenschaftsminister Prof. Dr. Konrad Wolf. „Mit der Universität Trier und der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft in Ludwigshafen ermöglichen wir eine gute regionale Verteilung der Studienangebote im Bereich Pflege. Hinzu kommen noch die Pflege-Studiengänge an der Katholischen Hochschule in Mainz. Mit diesen Studiengängen in verschiedenen Regionen des Landes werden Fachkräfte vor Ort ausgebildet. Die Hochschulen können regionale Bedarfe aufnehmen und Kooperationen mit Partnern der Region pflegen. Der starke Aufbau im Bereich der Pflege- und Gesundheitsberufe unserer Hochschulen ist ein Meilenstein bei der Sicherstellung der Pflegeversorgung in unserem Land.

Mit der Schaffung der zwei Gesundheits-Schwerpunkte an der Universität in Trier und der Hochschule in Ludwigshafen setzt die Landesregierung die bundesweit vereinbarte Teilakademisierung der Pflegefachberufe um und folgt damit auch den Empfehlungen des Wissenschaftsrates. Durch den Ausbau der Pflege-Ausbildung an den Hochschulen in Trier und Ludwigshafen werden die bestehenden dualen Bachelor-Studiengänge an die neuen rechtlichen Bestimmungen auf Bundesebene angepasst, zwei weitere Master-Studiengänge eingerichtet und Promotionsangebote ermöglicht.

Die Universität Trier erhält für den Ausbau der Pflegestudiengänge fünf zusätzlich Professuren und eine Stelle für die Praktikumskoordination. Die Hochschulleitung wird, neben dem bestehenden Bachelor-Studiengang „Klinische Pflege“, ab dem Wintersemester 2019/20 auch ein Master-Angebot „Interprofessionelle Gesundheitsversorgung“ mit den beiden Schwerpunkten „Klinische Pflege“ und „Gesundheitsförderung“ anbieten sowie die Forschung in der Pflegewissenschaft intensivieren.

„Ich danke sehr für das Vertrauen des Landes Rheinland-Pfalz und der beteiligten Ministerien in den nun vorgesehenen Ausbau der Pflegewissenschaft in Trier. In diesen Dank schließe ich die bisherige regionale Unterstützung ein, insbesondere den Beitrag unserer Kooperationspartner und der Nikolaus-Koch-Stiftung. Das ist für uns eine große Verpflichtung und Chance, aber auch eine Herausforderung. Damit wird ‚Pflegewissenschaft‘ in Trier zu einem Markenzeichen, das über die Grenzen der Region hinaus Aufmerksamkeit erzielen wird. Für Trier und seine Universität ist dies ein wichtiger Pfeiler. Der Gesundheitsstandort wird dadurch wissenschaftlich und praktisch in eine gute Richtung bewegt“, ergänzt Prof. Dr. Michael Jäckel, Präsident der Universität Trier.

In Ludwigshafen sollen die bestehenden Bachelorstudiengänge „Pflege“ und „Hebammenwesen“ um ein Master-Angebot „Innovative Versorgungspraxis in der Pflege und im Hebammenwesen“ erweitert werden. Hierzu erhält die Hochschule zwei zusätzliche Professuren und eine Koordinationsstelle für Praktika.

„Mit der Teilakademisierung der Pflegefachberufe geht unsere Hochschule einen für Rheinland-Pfalz und seine Zukunftsfähigkeit wichtigen Weg. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen unserer Hochschule und der Universität Trier im Bereich der Promotionen, werden wir auch bundesweit einen bemerkenswerten Akzent setzen“, führt Prof. Dr. Peter Mudra, Präsident der HWG Ludwigshafen, aus.